Binance untersucht möglichen Milliarden-Hack und erklärt Kundengelder für sicher

Tether und Circle haben nach eigenen Angaben mehr als 2,3 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit dem vermuteten Angriff eingefroren. Schätzungen zu den betroffenen Vermögenswerten reichen bis 5,7 Milliarden Dollar. Eine endgültige Summe gestohlener Gelder hat Binance bislang nicht genannt.
Binance untersucht einen möglichen schweren Hackerangriff, nachdem Kryptowährungen im Wert von mehreren Milliarden Dollar aus Wallets transferiert wurden, die der Handelsplattform zugeordnet werden. Das Unternehmen erklärt, die Kundengelder seien sicher. Die Stablecoin-Emittenten Tether und Circle haben unterdessen eingegriffen, um die weitere Bewegung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem Vorfall zu blockieren.
Der frühere Binance-Chef Changpeng Zhao sagte, die Vorgänge sähen "tatsächlich nach einem Hack aus". Er erwarte, dass die Kundengelder vollständig gedeckt würden. Zugleich betonte er, dass er die Plattform nicht mehr leite.
Gizmodo berichtete unter Berufung auf CoinDesk von Schätzungen bis zu 5,7 Milliarden Dollar. Eine endgültige Summe gestohlener Gelder hat Binance bislang nicht genannt.
Tether und Circle frieren mehr als 2,3 Milliarden Dollar ein
Die Unternehmen hinter zwei bedeutenden, an den Dollar gekoppelten Stablecoins haben umfangreiche Sperren gemeldet, während die Untersuchung weiterläuft.
Tether-Chef Paolo Ardoino sagte, sein Unternehmen habe mehr als 1,567 Milliarden USDT im Zusammenhang mit einem möglichen Binance-Hack eingefroren. Circle-Chef Jeremy Allaire erklärte laut The Crypto Times, dass in Abstimmung mit Strafverfolgungsbehörden mehr als 800 Millionen USDC eingefroren worden seien.
Zusammen ergeben diese Angaben mehr als 2,3 Milliarden Dollar. Sie liegen auch über den Zahlen, die Zhao zunächst nannte, als er Tether für das Einfrieren von rund 971 Millionen Dollar und Circle für die Sperrung von etwa 823 Millionen Dollar dankte.
Zhao erwartet vollständige Deckung der Kundengelder
Zhaos Reaktion griff die unmittelbare Sorge der Binance-Nutzer auf: Müssen sie durch den vermuteten Angriff mit Verlusten rechnen?
Er erklärte, er erwarte eine vollständige Deckung der Kundengelder. Dabei sprach er als Anteilseigner und nicht als Verantwortlicher für die Reaktion der Plattform. Zhao trat im November 2023 als Binance-Chef zurück.
Große Transfers ergeben noch keine endgültige Schadenssumme
In seiner ersten Berichterstattung beschrieb CoinDesk ein neu identifiziertes Konto mit Kryptowährungen im Wert von mehr als 2 Milliarden Dollar, darunter Ether, USDT und USDC.
Binance warnt Nutzer vor Betrugsversuchen
Während die Sicherheitsteams den Vorfall prüfen, hat Binance seine Kunden davor gewarnt, inoffiziellen Links, Nachrichten oder Anfragen nach Kontoinformationen zu vertrauen. Aktualisierungen sollen über die offiziellen Kanäle der Plattform erfolgen.



