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Technologie

Israel Cyber Campus vermittelt jungen Menschen Programmieren, Cybersicherheit und KI

Auf einem langen Tisch in einem leeren, sonnigen Schulungsraum mit unbeschriebenem Whiteboard stehen offene Laptops und bunte Schreibutensilien.
Israel Cyber Campus Hinweis

Ein Konto schützen, ein erstes Programm schreiben und eine Antwort der KI prüfen: Solche Aufgaben helfen jungen Menschen, Technik praktisch zu verstehen. Israel Cyber Campus bietet dafür getrennte Kurse für Kinder und Jugendliche an.

Eine verdächtige Nachricht, ein Passwort und ein Computerprogramm stellen jeweils eine andere Aufgabe. Täuschungen zu erkennen, Informationen zu schützen und funktionierende Anweisungen zu formulieren, verlangt mehr als Routine am Bildschirm. Die veröffentlichten Lehrpläne für junge Menschen bei Israel Cyber Campus greifen diese Themen in strukturierten Kursen auf. Hinzu kommt ein eigener Einstieg in künstliche Intelligenz.

Digitale Sicherheit beginnt bei alltäglichen Entscheidungen

Der Lehrplan des Cyberkurses für Kinder behandelt Phishing, also täuschende Nachrichten zum Erschleichen von Informationen, sowie Viren, starke Passwörter und den Schutz der Privatsphäre. Junge Lernende können diese Themen mit ihrer eigenen Computernutzung verbinden, lange bevor sie über einen technischen Beruf nachdenken.

Programmieren bietet eine weitere Übung: einem Computer Anweisungen geben und herausfinden, warum sie nicht das gewünschte Ergebnis liefern. Der Kinderkurs verbindet erste Programmierkenntnisse mit kreativem Denken und Problemlösen. Nach der Beschreibung des Anbieters kommen Spiele, Experimente und praktische, altersgerechte Aufgaben zum Einsatz.

Ein erster Kurs rund um den Computer

Der Cyberkurs für Kinder beginnt mit Computerbauteilen, Windows und der Funktionsweise des Internets. Suchmaschinen, sichereres Surfen und eine Einführung in KI ergänzen die ersten Programmierübungen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; vorgesehen ist allerdings ein Gespräch, das klären soll, ob der Kurs zum Kind passt.

Die Kursseite nennt 16 wöchentliche Treffen über Zoom mit insgesamt etwa 48 akademischen Stunden sowie eine Unterrichtszeit von 16:30 bis 18:45 Uhr. Akademische Stunden sind die vom Anbieter verwendete Einheit und dürfen nicht mit gewöhnlichen Zeitstunden gleichgesetzt werden. Inhaltlich führt der Weg vom Verständnis des Computers über seine Nutzung und eigene Gestaltung bis zum Schutz von Informationen.

Jugendliche lernen Netzwerke und Cybersimulationen kennen

Für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren führt der Campus einen sechsmonatigen Cyberkurs mit etwa 25 wöchentlichen Treffen und 75 akademischen Stunden auf. Der Lehrplan umfasst Computernetzwerke, Verschlüsselung und die Untersuchung eines durch Schadsoftware beeinträchtigten Windows-Systems.

Der Campus erklärt, sein Simulator mit künstlicher Intelligenz passe die Übungen an das Niveau und Lerntempo der einzelnen Teilnehmenden an und stehe während der gesamten Kursdauer zur Verfügung. Dies ist die Beschreibung der Lehrmethode durch den Anbieter, kein unabhängig gemessener Lernerfolg.

Für die Aufnahme werden gute Englischkenntnisse und ein Eignungstest verlangt, jedoch keine technischen Vorkenntnisse. Der Campus beschreibt den Kurs als Vorbereitung auf weiterführende Cyberausbildungen und technische Laufbahnen in den israelischen Streitkräften, den IDF. Die Aufnahme in eine bestimmte Einheit wird nicht garantiert.

Verstehen, wie KI zu einer Antwort kommt

Der eigenständige Kurs für künstliche Intelligenz richtet sich an Jugendliche von 12 bis 16 Jahren und behandelt Algorithmen, Daten und das Training von Modellen. Die Teilnehmenden arbeiten praktisch mit Beispielen zum Modelltraining und untersuchen, wie Verzerrungen in Daten die Ergebnisse beeinflussen können. Verantwortungsvolle Nutzung gehört ebenso zum veröffentlichten Lehrplan wie Chancen und Risiken der Technik.

Für junge Lernende verbindet das die Bedienung eines Werkzeugs mit der Prüfung seiner Ausgaben: Das Wissen über die Trainingsgrundlage eines Systems hilft zu verstehen, warum seine Antworten kritisch betrachtet werden sollten. Der Kurs ist für Anfänger gedacht. Bei der Anmeldung ist ein persönliches Gespräch vorgesehen, um die Eignung des Angebots zu klären.

Der Campus nennt 22 wöchentliche Live-Sitzungen über Zoom von jeweils drei Stunden, insgesamt 66 Unterrichtsstunden innerhalb eines Schuljahres. Benötigt wird ein Computer mit Internetzugang.

Verantwortliche und Voraussetzungen für den Abschluss

Der Campus führt Yigal Unna als seinen Präsidenten. Eine Biografie beim israelischen Staatskontrolleur bestätigt, dass er von 2018 bis 2022 die Nationale Cyberdirektion leitete. Außerdem nennt der Campus Ronit Hasin Hochman als Gründerin und Geschäftsführerin, Irina Nevzlin als Gründerin und Vorsitzende des Verwaltungsrats sowie Garry Kasparov als Mitglied dieses Gremiums.

Für den erfolgreichen Abschluss der Cyber- und KI-Programme für Jugendliche nennen die veröffentlichten Anforderungen aktive Mitarbeit, Aufgaben zu Hause, mindestens 85 Prozent Anwesenheit und eine bestandene Abschlussprüfung. In beiden Programmen erhalten Teilnehmende, die diese Bedingungen erfüllen, ein von Unna unterzeichnetes Abschlusszertifikat des Israel Cyber Campus.

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