Rabbiner: Brussels Airlines strich Tel-Aviv-Flug nach Weigerung des Piloten, nach Israel zu fliegen

Rabbiner Menachem Margolin hat Brussels Airlines Diskriminierung vorgeworfen. Nach seinen Angaben wurde ein Flug nach Tel Aviv in letzter Minute gestrichen, weil der Pilot sich geweigert habe, nach Israel zu fliegen.
Margolin erklärte, er habe Informationen erhalten, wonach Flug SN 3289 an jenem Morgen abgesagt worden sei. Familien, ältere Reisende und Kinder seien am Gate zurückgeblieben. Er führt die Streichung auf die Weigerung des Piloten zurück; diese Erklärung wurde nicht unabhängig bestätigt.
„Würde irgendeine Fluggesellschaft akzeptieren, dass ein Pilot sich weigert, in ein anderes Land zu fliegen? Das ist keine Neutralität. Das ist Diskriminierung“, sagte er.
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Video auf X ansehenVeröffentlicht am 21.10.2026Familien warteten bereits am Gate
Margolins Schilderung zufolge befanden sich die Passagiere bereits am Gate, als ihre Reise unterbrochen wurde. Er hob die Folgen für Familien, Kinder und ältere Reisende hervor und erklärte, die Absage sei in letzter Minute erfolgt.
Seine Erklärung nennt weder die Zahl der betroffenen Fluggäste noch Angaben dazu, ob Ersatzflüge angeboten wurden oder welche Unterstützung die Fluggesellschaft leistete.
Margolin, Vorsitzender und Gründer der European Jewish Association, stellte den Vorfall als Frage der Gleichbehandlung von Reisenden nach Israel dar. Seine Kritik konzentrierte sich auf den Vorwurf, die Weigerung eines einzelnen Piloten habe die Durchführung des Fluges verhindert.
Er nannte weder den Namen des Piloten noch die Begründung, die dieser angeblich für die Ablehnung des Einsatzes gegeben hatte.
Früherer Streit über Flüge nach Israel
Der Vorwurf folgt auf eine frühere Auseinandersetzung zwischen Brussels Airlines und Gewerkschaften über die Besetzung der Tel-Aviv-Flüge.
Im September erklärte die Airline, Piloten und Kabinenpersonal könnten das bestehende Verfahren zur Meldung von Fluguntauglichkeit nutzen, wenn sie sich psychisch nicht in der Lage fühlten, einen Flug durchzuführen. Unternehmenssprecher Nico Cardone sagte laut The Brussels Times, Beschäftigte könnten dies tun, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.
Die Klarstellung folgte auf Einwände der Gewerkschaft ACV Puls, nachdem Israel-Flüge in die regulären Dienstpläne aufgenommen worden waren, statt sie ausschließlich mit Freiwilligen zu besetzen. Die Gewerkschaft verwies auf Sicherheitsbedenken und Belgiens Empfehlung, nicht notwendige Reisen nach Israel zu vermeiden.
Brussels Airlines erklärte, die Sorgen der Beschäftigten mit Gewerkschaftsvertretern besprochen und die verfügbaren Verfahren erläutert zu haben. Damals plante die Airline weiterhin Tel-Aviv-Verbindungen; nach den Gesprächen startete ein weiterer Flug nach Israel.
Grund dieser Flugstreichung weiterhin unbestätigt
Der frühere Streit um die Besatzungen liefert Hintergrund zu Margolins Vorwurf, klärt aber nicht, was bei Flug SN 3289 geschah. Es liegen keine bestätigten Informationen vor, die die gemeldete Streichung mit dem Verfahren zur Flugtauglichkeit verbinden.
Margolin leitete seine Erklärung mit dem Hinweis ein, er habe zu dem Vorfall „Informationen erhalten“. Er sagte nicht, die Absage selbst miterlebt zu haben, und benannte seine Quelle nicht.
Bei den Recherchen für diesen Artikel wurde keine Stellungnahme von Brussels Airlines zu diesem konkreten Vorfall gefunden. Der Grund für die angebliche Weigerung des Piloten, der Umgang der Airline mit der Absage und die für betroffene Passagiere getroffenen Vorkehrungen bleiben unbestätigt.



