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Israel

Israelische Verteidigungsstreitkräfte nehmen drei Terrorverdächtige in Binyamin fest

Handschellen, ein militärisches Funkgerät und eine gefaltete Karte liegen neben einer israelischen Flagge vor einer gemalten Landschaft.
Terrorabwehr in Binyamin Hinweis

Soldaten der Spezialeinheit Duvdevan haben drei Männer festgenommen, die nach Angaben von Israels Streitkräften und Shin Bet als Terroristen Anschläge auf israelische Zivilisten und Soldaten planten. Die Behörden meldeten den Einsatz am Freitag, 6. November.

Die Kommandos waren im Verlauf der Woche in al Amari, a Ram und al Bireh im Zuständigkeitsbereich der Binyamin-Brigade im Einsatz. Grundlage waren Erkenntnisse des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet. Die gemeinsame Mitteilung erschien auf dem offiziellen Telegram-Kanal der Armee und am 6. November um 11:31 Uhr israelischer Zeit in deren laufenden Einsatzmeldungen.

Einsätze an drei Orten

Die Streitkräfte und Shin Bet erklärten, die Festgenommenen hätten Terroranschläge und bewaffnete Aktivitäten gegen israelische Bürger und Soldaten vorbereitet. Nach dem Einsatz wurden die drei Männer den Sicherheitsbehörden zur weiteren Vernehmung übergeben.

The Times of Israel ordnete die Festnahmen in einem Liveblog der Gegend um Ramallah zu.

Warum Duvdevan solche Aufgaben übernimmt

Duvdevan, auch Einheit 217 genannt, wurde im Juni 1986 gegründet. Nach der offiziellen Geschichte der Armee sollte die Einheit besondere Methoden für Sicherheitseinsätze in Judäa und Samaria entwickeln, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten.

Zu ihren Aufgaben gehört die Terrorbekämpfung mit Festnahmen gesuchter Verdächtiger. Die Einheit arbeitet offen und verdeckt. In ihrer allgemeinen Aufgabenbeschreibung nennt die Armee fortlaufende Einsätze, nächtliche Festnahmen und Hinterhalte.

Duvdevan ist zusammen mit Maglan und Egoz Teil der Kommando-Brigade. Nach Angaben der Armee erweiterte sich das Einsatzspektrum nach dieser Eingliederung, während die intensive Tätigkeit in Judäa und Samaria weiterging. Im Oktober 2016 erhielt die Einheit eine Auszeichnung des Generalstabschefs für ihre Arbeit während der 2015 begonnenen Terrorwelle.

Ein weiterer Fall nahe Dschenin

Die Bekanntgabe aus Binyamin folgt auf einen anderen Fall, der Anfang derselben Woche öffentlich wurde. Am 3. November meldeten Polizei und Shin Bet die Festnahme von sechs Verdächtigen bei Ermittlungen zur Raketenproduktion nahe Dschenin, im nördlichen Samaria.

Nach Darstellung der Ermittler fertigte die Gruppe einen Raketenkörper und Sprengsätze an und führte drei Teststarts durch. Informationen seien außerdem über einen Messenger von einer Kontaktperson außerhalb eingegangen. Die Polizei stellte ein M16-Gewehr, einen RPG-Körper sowie schriftliche Anleitungen zu Sprengstoffen und Raketen sicher.

Ynet beschrieb den damaligen Verfahrensstand als Erklärung der Staatsanwaltschaft vor einer erwarteten Anklage.

Ein früherer Plan richtete sich gegen Soldaten

Eine gesonderte Mitteilung vom 13. Oktober betraf einen mit dem IS verbundenen Anschlagsplan gegen Soldaten in Jerusalem. Polizei und Shin Bet erklärten, ein 18-Jähriger aus Umm al Fahm habe der Terrororganisation die Treue geschworen und einen Angriff in der Altstadt geplant.

Die Zentrale Ermittlungseinheit des Küstenbezirks der Polizei und Shin Bet führten das Verfahren. Channel 14 berichtete, Durchsuchungen hätten digitales Material und weitere Beweismittel ergeben, die nach Ansicht der Ermittler den Verdacht stützten. Die Behörden beschrieben eine Planung über das vorangegangene Jahr.

Nach etwa einem Monat Ermittlungen wurde eine Erklärung der Staatsanwaltschaft vor einer Anklage eingereicht. Polizei und Shin Bet erklärten damals, sie würden ihre gemeinsame Arbeit zur Erkennung terroristischer Bedrohungen und zur strafrechtlichen Verfolgung der Beteiligten fortsetzen.

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