Hamas-Militärflügel bringt zum Jahrestag des 7. Oktober eine „westliche Front“ gegen Israel ins Spiel

Der Sprecher des militärischen Flügels der Hamas fragte zum dritten Jahrestag des Angriffs vom 7. Oktober, was geschähe, wenn gegen Israel eine „westliche Front“ eröffnet würde, und nannte Sudan und Libyen neben Iran und dessen Verbündeten.
Der Sprecher der Izz-ad-Din-al-Qassam-Brigaden, des militärischen Flügels der Hamas, hat den dritten Jahrestag des Angriffs vom 7. Oktober genutzt, um in einer am Mittwoch, dem 7. Oktober, verbreiteten Botschaft die Möglichkeit einer neuen „westlichen Front“ gegen Israel ins Spiel zu bringen.
In der Botschaft zählte der Sprecher Sudan und Libyen neben Jemen, Libanon, Irak und Iran auf und fragte dann, laut einer englischen Übersetzung der griechischen Nachrichtenseite Reader, was geschähe, wenn gegen Israel eine westliche Front eröffnet würde.
Lob für den Angriff vom 7. Oktober
Er lobte die Planung und die Täuschung hinter dem Angriff vom 7. Oktober, bei dem Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen ermordeten und 251 verschleppten.
Der Sprecher behauptete außerdem, Israels Abschreckung sei geschwächt und Drohnen hätten sich gegen Israel als wirksam erwiesen. Das sind seine eigenen Behauptungen, keine unabhängigen militärischen Einschätzungen.
Eine Frage, keine Ankündigung
Die westliche Front erschien in der Botschaft als Frage, nicht als Erklärung, dass eine solche Front eröffnet worden sei, und der Sprecher nannte dafür weder Ort noch Truppe noch Zeitplan.
Indem er nordafrikanische Länder neben Iran und dessen Verbündete in Jemen, Libanon und Irak stellte, präsentierte der Sprecher die Hamas als Teil einer breiteren regionalen Kampagne gegen Israel.
Wer als Abu Obeida spricht
Der Sprecher der Qassam-Brigaden tritt unter dem Namen Abu Obeida auf. Im Dezember 2025 bestätigte die Hamas den Tod des früheren Sprechers, der diesen Namen führte, und stellte einen Nachfolger mit demselben Namen vor.
Der Name bezeichnet daher den neuen Sprecher, dessen persönliche Identität nicht öffentlich gemacht wurde, und ist kein Hinweis darauf, dass sein Vorgänger überlebt hat.
Israel zum Jahrestag in Alarmbereitschaft
Die Botschaft kam, während die israelische Armee im Gazastreifen in erhöhter Alarmbereitschaft war. Am Dienstag, dem 6. Oktober, wies Verteidigungsminister Israel Katz die Armee an, ihre Bereitschaft im Gazastreifen zu erhöhen, nachdem sein Büro auf Geheimdienstinformationen über Absichten der Hamas verwiesen hatte, an diesem Tag israelische Soldaten anzugreifen.



