Israels Armee meldet Tod dreier Hamas-Kommandeure mit Verbindung zum 7. Oktober

Die Armee gab die Einsätze am 16. Oktober bekannt und identifizierte einen Nukhba-Zellenführer sowie zwei weitere Hamas-Mitglieder. Die Angriffe fanden am 14. und 15. Oktober statt.
Die israelische Armee teilte am 16. Oktober mit, sie habe drei Hamas-Kommandeure bei getrennten Angriffen in Gaza getötet. Sie identifizierte die Männer als Beteiligte am Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023. Die Mitteilungen beschrieben Einsätze im Norden und Süden des Gebiets.
Nukhba-Zellenführer identifiziert
In einer Mitteilung am Nachmittag nannte die Armee Maher Walid Omar al Husseini als Leiter einer Nukhba-Zelle, der am Angriff auf die Militärbasis Re’im beteiligt gewesen sei. Er sei am 14. Oktober bei einem Angriff im Süden Gazas getötet worden.
Nach Angaben der Armee hatte al Husseini während des Krieges Angriffe auf israelische Soldaten vorbereitet. Der Einsatz habe eine Bedrohung beseitigen sollen. Die Angaben zu seiner Rolle und Tätigkeit stammen von der Armee, die den Angriff zwei Tage nach dessen Durchführung bekannt gab.
Zwei weitere Angriffe gemeldet
Bereits am Vormittag des 16. Oktober identifizierte die Armee Mohammed Mohammed Abd al Khalek Hala als Hamas-Kommandeur in der Waffenproduktion. Er sei beim Angriff vom 7. Oktober nach Israel eingedrungen und am 15. Oktober im Norden Gazas getötet worden.
Dieselbe Mitteilung nannte Ahmad Jabrin Tawfiq Dalhan als weiteren Hamas-Kommandeur, der an dem Angriff beteiligt gewesen sei. Nach Militärangaben wurde er am 15. Oktober im Raum Chan Junis getötet. Beide Einsätze waren von dem Angriff auf al Husseini im Süden am Vortag getrennt.
Der Hintergrund der Basis Re’im
In Re’im befand sich das Hauptquartier der Gaza-Division, die für die Verteidigung des umliegenden Gebiets im Süden Israels zuständig war. Hamas-Angreifer versuchten am 7. Oktober, die Basis einzunehmen, während israelische Ortschaften und Militärstellungen angegriffen wurden.
Eine zuvor veröffentlichte Militäruntersuchung beschrieb, wie Soldaten die Einnahme verhinderten. Vier Soldaten wurden bei der Verteidigung getötet und sieben verwundet, wie The Times of Israel über die Ergebnisse berichtete. Die Kämpfe bilden den Hintergrund für die Identifizierung al Husseinis als Beteiligten an diesem Angriff.
Laut Militäruntersuchung erreichten etwa 60 Hamas-Terroristen das Basisgelände. Rund 30 blockierten die Zufahrtskreuzung, weitere 30 drangen in die Anlage ein. Ihr Ziel sei gewesen, die Führungssysteme der Division zu stören und Menschen in der Basis zu töten oder zu entführen. Israelische Kräfte töteten mindestens zehn Angreifer in der Umgebung, stellte die Untersuchung fest.
Das erklärte Ziel der Armee
Nach Angaben der Armee waren die Männer daran beteiligt, Hamas-Fähigkeiten wiederaufzubauen und Angriffe auf israelische Soldaten oder Zivilisten vorzubereiten. Sie bezeichnete dies als Verstöße gegen die Waffenruhe und die Angriffe als Maßnahmen gegen anhaltende Bedrohungen.
Die Armee veröffentlichte beide Mitteilungen in ihren laufenden Einsatzmeldungen am 16. Oktober: morgens die Angaben zu Hala und Dalhan, nachmittags jene zu al Husseini. Als Einsatztage wurden der 14. und 15. Oktober genannt, getrennt vom Tag der öffentlichen Bekanntgabe der Namen.



