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Israel News Pulse

Iran

Iran weist saudischen Vorwurf zu Huthi-Angriffen zurück, Flugverkehr bleibt gestört

Eine gerade Straße führt über einen trockenen Wüstenrücken zu einer fern leuchtenden Stadt unter orangefarbenem und violettem Abendhimmel.
Iran und Saudi-Arabien Hinweis

Iran wies am 16. Oktober saudische Vorwürfe zu den Huthi-Angriffen zurück. Zuvor hatte ein Vertreter des saudischen Außenministeriums Teheran öffentlich beschuldigt, die Eskalation gegen das Königreich zu fördern.

Rayed Krimly, Saudi-Arabiens stellvertretender Außenminister für öffentliche Diplomatie, erhob den Vorwurf bei einer virtuellen Presseunterrichtung am 14. Oktober. Das geht aus einer am Folgetag veröffentlichten Meldung von RFE/RL hervor. Er sagte, Iran bewaffne, trainiere und unterstütze weiterhin die Huthi-Terroristen, während Riad direkten Kontakt zu Teheran halte.

Teheran weist die Beschuldigung zurück

Krimly erklärte, Saudi-Arabien gehe davon aus, dass Iran die jüngsten Angriffe fördere. Er warf Teheran Unterstützung unter Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats vor. Seine Aussagen betrafen sowohl die übergeordnete Unterstützungsbeziehung als auch die aktuelle Eskalation.

In einer von AFP verbreiteten und am 16. Oktober von der Times of Israel veröffentlichten Erklärung sagte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baqaei, Iran „weist jede Behauptung zurück, dass Iran eine Rolle gespielt habe“. Das bezog sich auf die Huthi-Operationen; zugleich erneuerte er ein Vermittlungsangebot.

Israel News Pulse konnte keine öffentlichen Belege unabhängig finden, die zeigen, wer die konkreten Angriffe im Oktober angeordnet hat. Der saudische Vorwurf und das iranische Dementi bleiben den jeweiligen Amtsträgern zugeschrieben.

Angriffe beeinträchtigen zivile Infrastruktur

Der Sprecher der saudischen Koalition, Turki al-Maliki, sagte am 14. Oktober, die Huthis hätten in diesem Monat 20 Angriffe auf den internationalen König-Khalid-Flughafen in Riad gestartet. Die Koalition meldete laut RFE/RL 17 Tote und 333 Verletzte. Diese Zahlen geben ihren damaligen Stand der Angriffswelle wieder.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Angriffe vom 10. und 11. Oktober auf den Flughafen. In von Reuters verbreiteten Erklärungen bekannten sich die Huthis zu Flughafenangriffen. Saudische Vertreter nannten auch Energieinfrastruktur, darunter die Aramco-Zentrale, als Ziele.

Die Sicherheitswarnung der US-Vertretung vom 16. Oktober erklärte, die saudischen Luftfahrtbehörden hätten den Betriebsstopp in König-Khalid bis einschließlich 17. Oktober verlängert. Das Datum bezeichnet das Ende des angekündigten Zeitfensters und garantiert keine Wiedereröffnung. Reisenden wurde empfohlen, direkt bei Fluggesellschaften und Flughäfen nachzufragen.

Versorgungsnetze waren bereits dokumentiert

Das US-Finanzministerium ging am 16. Januar 2026 gegen 21 Personen und Organisationen vor und identifizierte ein Schiff im Zusammenhang mit Huthi-Finanzierung, Waffenbeschaffung und Öltransporten. Es beschrieb Finanzkanäle zwischen der iranischen Regierung und den Huthis sowie Tarnfirmen und Vermittler in Jemen, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Dem Ministerium zufolge verkaufte Iran Öl an die Huthis und lieferte über iranische oder verbundene Unternehmen zusätzlich monatlich eine kostenlose Ladung. Die Feststellungen beschrieben Wechselstuben zur Finanzierung von Waffenkäufen und Auslandszahlungen für Raketenkomponenten. Damit wurde nachvollziehbar, wie Ölhandel und kommerzielle Zwischenhändler die militärischen Fähigkeiten der Gruppe unterstützten.

Die heutige Konfrontation folgt auf einen längeren Konflikt in Jemen. Die Huthis nahmen 2014 Sanaa ein, und eine saudische Koalition griff 2015 zur Unterstützung der international anerkannten Regierung ein. Eine von den UN vermittelte Waffenruhe brachte 2022 relative Ruhe, bevor im Juli 2026 erneut Kämpfe ausbrachen, wie RFE/RL berichtete.

Diplomatische Kanäle bleiben offen

Saudi-Arabien und Iran vereinbarten am 10. März 2023 in Peking, diplomatische Beziehungen wiederherzustellen und ihre Botschaften zu öffnen. Die gemeinsame, auch von China unterzeichnete Erklärung bekräftigte die Achtung der Souveränität und das Prinzip der Nichteinmischung. Beide Länder verpflichteten sich zudem zur Umsetzung eines früheren Sicherheitsabkommens.

Krimly sagte, die direkte Kommunikation mit Iran gehe weiter. Die Huthis hätten außerdem eine saudische Einladung zu einem Treffen in Maskat mehrere Wochen zuvor abgelehnt, berichtete RFE/RL unter Berufung auf ihn. Der Kanal zwischen Regierungen und die vorgeschlagenen Gespräche mit den Huthis sind getrennte Kontakte.

Am 16. Oktober sagte US-Präsident Donald Trump, Israel habe Saudi-Arabien gegen die Huthis geholfen. Er deutete an, eine Normalisierung zwischen Riad und Israel könne erneut auf die Tagesordnung kommen. Seine Äußerungen brachten eine weitere diplomatische Entwicklung in eine Woche, die von Angriffen auf saudische Infrastruktur geprägt war.

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