Iranische Zeitung bekräftigt Hitlers antisemitische Behauptungen vor dem Jahrestag des 7. Oktober

Jomhuri Eslami beruft sich auf Hitler, um Juden pauschal anzugreifen. Der Leitartikel macht aus Anschuldigungen gegen Israel eine Rechtfertigung für antisemitischen Hass.
Die iranische Zeitung Jomhuri Eslami hat am 6. Oktober 2026, einen Tag vor dem dritten Jahrestag des von der Hamas angeführten Angriffs auf Israel, einen Leitartikel veröffentlicht, der Hitlers antisemitische Behauptungen über Juden bekräftigt. Der persische Text richtet sich ausdrücklich gegen Juden als Volk und begründet seine Aussagen mit Anschuldigungen gegen Israel.
(Berichtet von Iran News auf X)
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Video auf X ansehenVeröffentlicht am 06.10.2026Was der Leitartikel behauptet
Der Text stellt Juden als von Natur aus gefährlich, heimatlos und nach Weltherrschaft strebend dar. Er übernimmt diese Behauptungen, statt sie kritisch zu prüfen. Am Ende erklärt er, Israels Handeln bestätige Hitlers Anschuldigungen vollständig, und fordert dazu auf, den Hass auf den Zionismus bis zu dessen Auslöschung zu verstärken.
Dieser Übergang ist entscheidend. Aus Vorwürfen gegen das Handeln einer Regierung wird eine Anklage gegen ein ganzes Volk, einschließlich jener Juden, die dafür keinerlei Verantwortung tragen. Die Verwendung des Begriffs Zionismus hebt die ausdrücklich judenfeindlichen Aussagen im übrigen Text nicht auf.
Ein Hitler zugeschriebenes Zitat, keine belegte historische Aussage
Der Leitartikel schreibt Hitler eine Passage zu, die den Massenmord an Juden befürwortet, und schließt zustimmende Argumente an. Israel News Pulse hat die Echtheit des angeblichen historischen Zitats nicht bestätigt. Das Online Hate Prevention Institute hat ein ähnliches Hitler zugeschriebenes Zitat über das Verschonen einiger Juden bereits als erfunden eingestuft.
Diese Unterscheidung ist wesentlich: Dass die Zeitung diese Worte veröffentlicht hat, ist dokumentiert. Ihre Zuschreibung an Hitler ist eine gesonderte Behauptung. Auch ein erfundenes Zitat kann eine völkermörderische Botschaft vermitteln. Die Berichterstattung darüber darf ihm keine falsche historische Glaubwürdigkeit verleihen.
Warum der Text antisemitisch ist
Kritik an israelischer Politik kann sich mit konkreten Entscheidungen, Verantwortlichen und Militäroperationen befassen. Dieser Leitartikel behandelt dagegen die jüdische Identität selbst als Beweis kollektiver Schuld. Entmenschlichung, eine vermeintliche Weltverschwörung und die Zustimmung zu Hitlers Urteilen bilden den Kern seiner Argumentation.
Der Zeitpunkt ist für israelische Leser besonders bedeutsam. Das Datum allein belegt jedoch nicht, warum die Redaktion gerade diesen Veröffentlichungstag wählte. Ebenso wenig zeigt ein einzelner Leitartikel, was alle Iraner denken, oder beweist, dass ein Regierungsvertreter den Text in Auftrag gegeben hat.
Die eigenen Maßstäbe der Zeitung
Radio Farda berichtete früher über eine Finanzierung durch das Büro Ali Khameneis. Diese berichteten institutionellen Verbindungen liefern Kontext, machen den Leitartikel aber nicht zu einer offiziellen Regierungserklärung.
Der Ethikkodex der Zeitung verspricht Respekt gegenüber ethnischen Gruppen und Minderheiten. Die Zustimmung zu pauschalen Anschuldigungen gegen Juden steht dazu in direktem Widerspruch. Das zentrale Problem zeigt sich in der Argumentation selbst: Feindschaft gegenüber Israel wird eingesetzt, um Judenhass zu legitimieren.



