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Israel

22 Fotografien, ausgewählt von Familien: The Last Photo stellt erstmals öffentlich aus

Symbolische Illustration leerer Bilderrahmen in einer Stadtbahnstation, ohne tatsächliche Ausstellungsfotografien
The Last Photo, Station Yehudit Hinweis

Zum dritten Jahrestag des 7. Oktober zeigt das Projekt The Last Photo in der Stadtbahnstation Yehudit 22 von Angehörigen ausgewählte Fotografien. Die Ausstellung führt familiäre Erinnerung in einen öffentlichen Raum.

Welche Aufnahme einen Menschen in einer Ausstellung repräsentiert, entschieden hier seine Angehörigen. Für The Last Photo wählten Familien 22 Fotografien aus den letzten Momenten der Menschen aus, an die das Projekt erinnert. Jetzt werden diese Bilder in der Stadtbahnstation Yehudit im Großraum Tel Aviv gezeigt.

Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung The Last Photo an der Station Yehudit
Die Eröffnung an der Station Yehudit. Foto: Meir Pavlovsky

Die Schau wurde anlässlich des dritten Jahrestags des 7. Oktober eröffnet. Laut der Mitteilung zur Eröffnung ist sie die erste Ausstellung des Projekts im öffentlichen Raum. Im Mittelpunkt steht damit eine konkrete Auswahl von Familien, während das bisherige Onlineangebot eine deutlich größere Zahl an Aufrufen und Weiterverbreitungen verzeichnet.

Die Auswahl bleibt bei den Angehörigen

Die Mitteilung beschreibt die abgebildeten Männer und Frauen als Heldinnen und Helden des Krieges der Eisernen Schwerter. Welche einzelnen Lebensgeschichten hinter den 22 Aufnahmen stehen, wird darin nicht ausgeführt. Festgehalten wird hingegen ausdrücklich, wer die Bilder ausgewählt hat: die jeweiligen Familien.

Diese Entscheidung prägt den Ansatz der Ausstellung. Die Fotografien werden gemeinsam präsentiert, gehen aber auf einzelne familiäre Entscheidungen zurück. Der neue Ausstellungsort gibt dieser Auswahl einen physischen Rahmen für öffentliches Gedenken. Über die Wirkung auf Besucher oder deren Zahl lässt sich daraus noch nichts ableiten.

Was die Zahl von zehn Millionen aussagt

Liron Ben Yaakov initiierte das Instagram-Projekt The Last Photo im Vorfeld des israelischen Gedenktags 2025. Partner des Projekts sind die Zeitung Israel Hayom und die Organisation OneFamily, auf Hebräisch Mischpacha Achat.

Laut Mitteilung kamen bislang mehr als zehn Millionen Aufrufe und Weiterverbreitungen zusammen. Gemeint ist die zusammengefasste Onlineaktivität. Die Angabe beziffert weder einzelne erreichte Personen noch Besuche der Ausstellung in Yehudit. Die 22 ausgewählten Bilder und die große Onlinezahl beschreiben deshalb unterschiedliche Seiten desselben Projekts: den Inhalt der Schau und ihre bisherige digitale Verbreitung.

Projektpartner und Verkehrsunternehmen bei der Eröffnung

Eröffnet wurde die Ausstellung von OneFamily-Geschäftsführer Moshe Swil, Egged-Group-Geschäftsführer Gilad Riklin und Initiatorin Liron Ben Yaakov. Ebenfalls anwesend waren Yodfat Afek-Arazi, Vorsitzende des NTA-Verwaltungsrats, und NTA-Geschäftsführer Itamar Ben Meir.

Hinzu kamen Amiram Ohayon, Geschäftsführer von Tevel Metro, dem Betreiber der Roten Linie im Großraum Tel Aviv, sowie Uri Dagon, stellvertretender Chefredakteur von Israel Hayom. Damit waren bei der Eröffnung sowohl die Projektpartner als auch Vertreter des Stadtbahnbereichs beteiligt.

Ein Enddatum der Ausstellung und nähere Angaben zum Zugang zur Präsentation nennt die Mitteilung nicht.

Die Ausstellung ist vom 4. bis 10. Oktober 2026 an der Stadtbahnstation Yehudit im Gusch Dan zu sehen (Eingang B). Wer mit dem Auto kommt, kann das gebührenpflichtige Parkhaus Sarona / Kiryat HaMemshala nutzen.

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