Ohana spricht in Rom über die Stromverbindung mit Zypern und parlamentarische Beziehungen

Getrennte Treffen am 15. Oktober behandelten die Zusammenarbeit mit Zypern und die Beziehungen zu Georgien. Die Gespräche fanden während einer Konferenz von Parlamentspräsidenten in Rom statt.
Knesset-Präsident Amir Ohana führte am 15. Oktober in Rom getrennte Gespräche mit den Parlamentspräsidenten Zyperns und Georgiens. Zu den Themen gehörten Stromkooperation, regionale Entwicklungen und parlamentarische Beziehungen.
Die Treffen fanden am Rande der Europäischen Konferenz der Parlamentspräsidenten statt. Beide Partnerparlamente betonten in ihren Mitteilungen die fortgesetzte Zusammenarbeit mit der israelischen Knesset. Die zyprische Nachrichtenagentur veröffentlichte ihren Bericht am 16. Oktober.
Zypern bringt Stromkooperation zur Sprache
Ohana und Annita Demetriou, Präsidentin des zyprischen Repräsentantenhauses, sprachen über die enge bilaterale Zusammenarbeit einschließlich des Stromprojekts Great Sea Interconnector. Laut der von der zyprischen Nachrichtenagentur verbreiteten Parlamentsmitteilung betonten sie auch die parlamentarische Kooperation zwischen Zypern, Griechenland und Israel.
Dieses Dreierformat wurde mit Blick auf gemeinsame regionale Herausforderungen erörtert. Ohana unterstrich laut zyprischer Darstellung die Bedeutung Zyperns als befreundetes Nachbarland für Israel.
Das Stromprojekt war ein Thema neben den umfassenderen Beziehungen der Parlamente. Die Mitteilung beschrieb einen Austausch der Präsidenten, ohne einen neuen Bauvertrag oder den Beginn kommerzieller Stromlieferungen bekannt zu geben.
Was die Verbindung leisten soll
Der Great Sea Interconnector soll eine Unterseestromverbindung zwischen Griechenland und Zypern schaffen, mit einer weiteren Anbindung Israels. Der Projektentwickler beschreibt ein System für Stromtransport in beide Richtungen und zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten für die angeschlossenen Märkte.
Für Zypern steht die physische Anbindung an das europäische Stromnetz im Zentrum. Die geplanten Verbindungen betreffen auch die Einbindung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Das sind Projektziele, keine Beschreibung eines bereits zwischen allen drei Ländern betriebenen Kabels.
Das Gespräch in Rom fand auf parlamentarischer Ebene statt. Finanzierung, Bau und Betrieb werden im eigenen Projektverfahren entschieden. Das Treffen ist daher als diplomatische Unterstützung der Zusammenarbeit einzuordnen.
Georgien betont gewachsene Beziehungen
In einem gesonderten Treffen sprachen Georgiens Parlamentspräsident Schalwa Papuaschwili und Ohana über die bilateralen Beziehungen und die langjährige Freundschaft des georgischen und jüdischen Volkes, teilte das georgische Parlament mit.
Laut der Mitteilung behandelten sie Entwicklungen in Israel und im Nahen Osten. Papuaschwili unterstützte Frieden und Stabilität in der Region. Die Präsidenten sprachen außerdem über Israels bevorstehende Parlamentswahl und die Weiterentwicklung der Beziehungen ihrer Volksvertretungen.
Kontakte zwischen den Parlamenten
Die georgische Darstellung hob regelmäßige Besuche hochrangiger Vertreter und die kontinuierliche Zusammenarbeit hervor. Papuaschwili wurde von Mitgliedern der georgischen Parlamentsdelegation zur Konferenz begleitet.
Zur georgischen Delegation gehörten Nikolos Samcharadse, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Beziehungen, und Lewan Machaschwili, Vorsitzender des EU-Integrationsausschusses. Auch Eka Sepaschwili, stellvertretende Vorsitzende der parlamentarischen Gruppe Macht des Volkes, nahm teil. Das georgische Parlament benannte die drei Abgeordneten als Mitglieder seiner Delegation zur Konferenz in der italienischen Hauptstadt.



