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Thurrock lehnt Umbau eines Methodisten-Gemeindesaals in Stanford-le-Hope zu einer größeren Moschee ab

Illustration einer nicht näher bestimmten englischen Backsteinkapelle mit Bogenfenstern an einer ruhigen Dorfstraße.
Stanford-le-Hope, Thurrock Hinweis

Die Planer des Thurrock Council haben eine erweiterte Moschee mit Untergeschoss für Bestattungsdienste in einem früheren Methodisten-Gemeindesaal in Stanford-le-Hope abgelehnt, wegen Schäden am Denkmalwert und fehlender Verkehrszusagen, wie ein Lokalportal berichtet.

Die Planungsabteilung des Thurrock Council in der englischen Grafschaft Essex hat einen Antrag abgelehnt, den Gemeindesaal der Methodistenkirche an der High Street in Stanford-le-Hope in eine Moschee umzuwandeln, mit einem erweiterten Gebäude, einem Untergeschoss für Bestattungsdienste und einer Außentreppe. Das berichtete das Lokalportal Thurrock Nub News am Dienstag, dem 29. September.

Dem Bericht zufolge stützten die Planer die Ablehnung auf zwei Gründe: die Auswirkung der geplanten rückwärtigen Treppe auf den Denkmalwert des Gebäudes und das Fehlen einer Zusage oder einer Vereinbarung nach Section 106, die Ausgleichsmaßnahmen für den Straßenverkehr sichern würde. Section-106-Vereinbarungen sind rechtliche Verpflichtungen, mit denen sich ein Bauherr gegenüber der Kommune verpflichtet, mit dem Vorhaben verbundene Arbeiten zu finanzieren oder auszuführen.

Was der Antrag vorsah

Der Antrag mit dem Aktenzeichen 26/00436/FUL betrifft den Saal der Methodistenkirche an der High Street, Stanford Le Hope, SS17 0EY, wie aus dem Planungsportal der Kommune hervorgeht. Er beschreibt eine Nutzungsänderung von Kirche zu Moschee innerhalb der Klasse F1, der Planungskategorie für Gotteshäuser und Bildungseinrichtungen, sowie umfangreiche Umbauten.

Dazu gehören zusätzliche Geschossfläche, ein Untergeschoss für Bestattungsdienste, acht Dachfenster und eine Außentreppe an der Rückseite des Gebäudes. Von diesen Elementen beanstandeten die Planer laut Bericht aus Denkmalgründen die Treppe; Untergeschoss und Dachfenster wurden nicht als Ablehnungsgründe genannt. Nub News nannte Ahmed Choudhury als Antragsteller. Stanford-le-Hope ist eine Stadt im Bezirk Thurrock am Nordufer der Themsemündung östlich von London.

Hunderte Kommentare, überwiegend Einwände

Zu dem Antrag gingen laut Nub News 420 Kommentare im Portal der Kommune ein: 384 Einwände und 35 unterstützende Stellungnahmen. Die Zahl der Einwände gehörte nach dem Bericht nicht zu den Ablehnungsgründen, die sich auf das Gebäude und die Verkehrsmaßnahmen bezogen.

Das Portal wies zudem darauf hin, dass die Verkehrsplaner der Kommune in einem früheren Stadium keine Einwände gegen das Vorhaben erhoben hatten. Der verkehrsbezogene Ablehnungsgrund beruhte auf der fehlenden rechtlichen Zusage zur Sicherung der Ausgleichsmaßnahmen.

Ein Saal, der bereits als Gebetsstätte dient

Nub News berichtete, dass Kirche und Saal 2023 an die Stanford Education and Cultural Association verkauft wurden und der Saal bereits unter dem Namen Stanford Jamme Masjid für Gottesdienste, Unterricht und kulturelle Aktivitäten genutzt wird. Das Portal beschrieb das methodistische Gebäude als eines, das der Stadt seit mehr als 150 Jahren dient.

Die Ablehnung betrifft somit die geplanten Bauarbeiten und die Nutzungsänderung, nicht die Aktivitäten, die dort bereits stattfinden.

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