Canada Files, ein scharfer Israel-Kritiker, legte bezahlte Vereinbarung mit CGTN offen

The Canada Files, ein kanadisches Medium, das scharf gegen Israel und dessen Unterstützer gerichtete Kommentare veröffentlicht hat, legte eine bezahlte Vereinbarung zur Verbreitung von Inhalten des chinesischen Staatssenders CGTN Français offen. Das offizielle kanadische Register für ausländische Einflussaktivitäten nennt den Zeitraum vom 5. bis 13. August 2026 und führt die Vereinbarung als beendet.
Eitan Fischberger machte am 18. Oktober auf X auf den Eintrag aufmerksam und stellte einen Bezug zur israelfeindlichen redaktionellen Haltung des Mediums her. Sein Beitrag lenkte erneut Aufmerksamkeit auf eine Vereinbarung, über die bereits im September berichtet worden war. Der Eintrag dokumentiert gesponserte Inhalte über Chinas innere Angelegenheiten. Er belegt keine Bezahlung der Israel-Berichterstattung durch China.
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Video auf X ansehenVeröffentlicht am 18.10.2026Was die Vereinbarung umfasste
Registriert ist The Canada Files Media, eine Organisation aus Ontario, die unter dem Namen The Canada Files arbeitet. Als ausländischer Auftraggeber ist CGTN Français angegeben, der französischsprachige Dienst von China Global Television Network.
Der Eintrag nennt eine Vergütung in Form eines Honorars. Aufgeführt sind ein Erklärvideo über Chinas Verständnis von Menschenrechten, veröffentlicht am 11. August, und ein Dokumentarfilm über eine Zugreise nach Lhasa, veröffentlicht am 13. August. Erklärtes Ziel war, bei kanadischen Zuschauern mehr Zustimmung zu Chinas Umgang mit seinen innenpolitischen Angelegenheiten zu erreichen.
Beschrieben wird die Verbreitung von Informationen an die Öffentlichkeit, unter anderem über soziale Medien und elektronische Publikationen. Kontakte zu öffentlichen Amtsträgern waren dem Eintrag zufolge nicht Teil der Vereinbarung. Die derzeit öffentliche Fassung nennt weder einen Zahlungsbetrag noch das genaue Datum der Einreichung.
Die politischen Verbindungen von CGTN
CGTNs politische Verbindungen sind auch anderweitig dokumentiert. In einer Lizenzentscheidung von 2021 beschrieb die britische Medienaufsicht Ofcom eine Eigentums- und Kontrollkette über CCTV und die Kommunistische Partei Chinas. Diese Feststellung betrifft den Sender, nicht die Eigentumsverhältnisse von The Canada Files.
Der Israel-Bezug und die Grenzen der Belege
Die eigenen Seiten des Mediums liefern den Hintergrund für Fischbergers Kritik. In einem Meinungsbeitrag vom 25. Juli 2024 stellte Yves Engler Israel-Unterstützer in Kanada als bedeutende faschistische Kraft dar. Das ist die politische Wertung des Autors, keine erwiesene Feststellung über die betroffenen Personen.
Chefredakteur Aidan Jonah hat den Schwerpunkt des Mediums als kanadische Außenpolitik mit besonderem Blick auf die Beziehungen zu China beschrieben. Sowohl die redaktionelle Position als auch die bezahlte CGTN-Vereinbarung sind für Leser relevant, die die Veröffentlichungen bewerten wollen. Es handelt sich aber um getrennte Belege: Die gemeldeten Videos behandeln China; der Eintrag verbindet sie nicht mit Artikeln über Israel.
Eine frühere Offenlegung rückt erneut in den Blick
Sam Cooper berichtete am 15. September in The Bureau über die Vereinbarung. The Epoch Times folgte am 14. Oktober unter Verweis auf Blacklock’s Reporter, Western Standard am 17. Oktober. Die Registrierung darf deshalb nicht als erstmaliger Vorgang dieses Wochenendes dargestellt werden.
Kanadas Foreign Influence Transparency and Accountability Act verpflichtet zur Offenlegung erfasster Vereinbarungen. Die amtlichen Erläuterungen stellen klar, dass ausländische Einflussaktivitäten rechtmäßig und legitim sein können. Eine Registrierung dient der Transparenz und ist für sich genommen kein Nachweis von Spionage oder strafbarem Verhalten.



