Israel und Kambodscha wollen nach Gesprächen in Baku den Austausch stärken

Israel und Kambodscha vereinbarten bei Gesprächen in Baku am 15. Oktober stärkere Konsultationsmechanismen und regelmäßige Besuche hochrangiger Vertreter. Das meldete die kambodschanische Staatsagentur AKP am folgenden Tag.
Präsident Isaac Herzog traf Kambodschas Ministerpräsidenten Hun Manet am Nachmittag des 15. Oktober in Aserbaidschans Hauptstadt. Im Mittelpunkt standen Handel, Investitionen, Landwirtschaft, Bildung, Tourismus und Arbeit als praktische Bereiche der Zusammenarbeit.
Regelmäßige Kontakte vereinbart
AKP beschrieb eine Vereinbarung zur Verbesserung der Kanäle, über die beide Länder Möglichkeiten erkennen und Austausch organisieren. Die Regierungsvertreter bekräftigten auch die Absicht, ihre bilateralen Beziehungen auszuweiten.
Die Ankündigung betrifft diplomatische Abstimmung. Israel News Pulse konnte unabhängig keine Informationen über einen neu unterzeichneten Handelsvertrag, eine Mittelzuweisung oder den Termin des nächsten hochrangigen Besuchs infolge dieses Treffens finden. Vereinbarter nächster Schritt sind somit Konsultationen; einzelne Projekte benötigen eigene Regelungen.
Gespräche am Rande eines asiatischen Gipfels
Das Treffen fand während des siebten Gipfels der Konferenz für Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien, CICA, statt. Das offizielle Programm sah den Gipfel am 15. Oktober in Baku unter aserbaidschanischem Vorsitz vor.
CICA bringt Regierungen zusammen, um Vertrauensbildung und regionale Kooperation zu erörtern. Das Programm umfasste Staats- und Regierungschefs, Delegationen von Mitgliedern und Beobachtern sowie Partnerorganisationen. Ein bilaterales Treffen am Rande bietet einen eigenen Rahmen für Angelegenheiten zweier Länder.
AKP datierte Hun Manets gesamten Aserbaidschanbesuch auf den 11. bis 15. Oktober. Dieser Reisezeitraum ist vom Datum des Gesprächs mit Herzog zu unterscheiden.
Frühere Zusammenarbeit in der Landwirtschaft
Die landwirtschaftliche Kooperation begann vor dem Treffen in Baku. MASHAV, Israels Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit, dokumentierte im Tätigkeitsbericht 2018 die Einweihung einer Bewässerungs- und Demonstrationseinheit an Kambodschas Königlicher Landwirtschaftsuniversität.
Die Einheit zeigte israelische Bewässerungssysteme für geschützten Anbau und Feldkulturen. Der Bericht für 2022 nennt Gespräche mit Kambodschas Landwirtschaftsminister über landwirtschaftliches Wachstum und neue Methoden.
Diese früheren Aktivitäten geben dem aktuellen Tagesordnungspunkt einen konkreten Hintergrund. Es handelt sich um frühere Projekte und Gespräche, nicht um im Oktober neu angekündigte Investitionen.
Bildung und Bürger im Ausland
Zu den von AKP genannten Themen gehörten außerdem Bildung und Arbeit sowie Tourismus und Investitionen. Dies sind getrennte Kooperationsbereiche, die nicht zu einem gemeinsamen Programm zusammengefasst wurden.
MASHAVs landwirtschaftliches Ausbildungszentrum beschreibt berufliche Weiterbildung und Wissenstransfer in Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Umweltfragen und ländlicher Entwicklung. Dazu dienen Kurse und Beratungsmissionen in Israel und im Ausland.
Am Ende des Treffens dankte Hun Manet Israel für Hilfe und Aufmerksamkeit gegenüber kambodschanischen Bürgern, die dort studieren und arbeiten, berichtete AKP.



