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Israel News Pulse

Antisemitismus

Jüdischer Mann in Manhattan niedergestochen, möglicher antisemitischer Hintergrund wird geprüft

Ein silberner Davidstern liegt auf einem Steinsims vor der Skyline von Manhattan.
Sicherheit der jüdischen Gemeinde in Manhattan Hinweis

Ein jüdischer Mann aus dem Viertel Crown Heights in Brooklyn wurde nach einer Stichverletzung am Rücken am Mittwochabend in ein Krankenhaus gebracht. Der Angriff ereignete sich in Manhattans Diamantenviertel. Manhattan Shomrim erklärte, mit der für Hassverbrechen zuständigen Einheit der New Yorker Polizei zusammenzuarbeiten. Die Ermittler prüfen ein mögliches antisemitisches Motiv. Der Zustand des Verletzten wurde als stabil beschrieben.

Die am Donnerstag von der Jerusalem Post veröffentlichten Einzelheiten bezeichneten das Opfer als einen Chabad Chassiden und die Angreiferin als eine Frau. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Aufklärung des Ablaufs und die Suche nach der Verdächtigen. Ein mögliches Hassmotiv wird untersucht, ist aber bislang nicht als abschließendes Ergebnis in diesem Fall festgestellt worden.

Angriff nahe der Fifth Avenue

Die Tat ereignete sich gegen 17.45 Uhr nahe der Kreuzung von Fifth Avenue und West 47th Street, berichtete COLlive unter Verwendung eines Berichts von Israel National News. Nach ersten Angaben näherte sich die Frau dem Opfer von hinten und floh anschließend nach Westen in Richtung Sixth Avenue. Der Tatort liegt in Midtown Manhattan, getrennt von dem Viertel in Brooklyn, in dem der Verletzte wohnt.

Medizinische Einsatzkräfte von Hatzalah versorgten den Mann und brachten ihn ins Bellevue Hospital, hieß es. Die veröffentlichten Darstellungen beschrieben seinen Zustand als stabil, machten aber keine detaillierten Angaben zu Verletzungen oder Behandlung. Der Name des Opfers wurde in den Berichten nicht veröffentlicht. Eine eigene Schilderung des Verletzten war ebenfalls nicht enthalten.

Zeugen und Kameraaufnahmen gesucht

Manhattan Shomrim bat alle Menschen, die den Angriff beobachtet haben oder über relevante Aufnahmen verfügen, um Unterstützung bei den Ermittlungen. Der Aufruf umfasste Sicherheitskameras, Fahrzeugkameras und Mobiltelefone. Solches Material könnte helfen, die Abfolge der Ereignisse und die Bewegungen der Angreiferin festzustellen, einschließlich der Situation vor dem Stich und ihres anschließenden Fluchtwegs.

COLlive veröffentlichte eine erste Beschreibung: eine vermutlich zwischen 30 und 39 Jahre alte Frau von ungefähr 1,75 Metern Größe, mit blauer Jeans, weißen Sportschuhen und einem dunklen Pullover um die Hüfte. Die Beschreibung dient der Suche und identifiziert keine bestimmte Person. Eine Festnahme wurde in den betreffenden Meldungen nicht bekannt gegeben.

Ein mögliches antisemitisches Motiv

Die Jerusalem Post führte die Beteiligung der Einheit für Hassverbrechen auf die Erklärung von Manhattan Shomrim zurück. Die Mitarbeit der Sicherheitsorganisation der Gemeinde und die Prüfung eines möglichen antisemitischen Motivs sind wichtige Bestandteile des Falls. Allein daraus ergibt sich jedoch nicht, was die Angreiferin gesagt hat, was sie zu der Tat veranlasste oder ob eine größere Organisation beteiligt war.

Keine bestätigte Darstellung in den genannten Berichten schilderte einen politischen Slogan oder stellte eine Verbindung der Verdächtigen zu einer Terrororganisation her. Die Feststellung des Motivs hängt von Beweisen zu diesem konkreten Angriff ab. Die jüdische Identität des Opfers ist für die Ermittlungen relevant. Die Verantwortung für die Stichattacke liegt bei der Person, die sie begangen hat.

Jüdische Sicherheit bleibt ein breiteres Thema

Die Tat ereignet sich vor dem dokumentierten Hintergrund antisemitischer Kriminalität in New York. Polizeichefin Jessica Tisch erklärte bei einer städtischen Pressekonferenz am 2. Juli, in den ersten sechs Monaten 2026 seien 178 antisemitische Hassverbrechen bestätigt worden. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 174. Antisemitische Taten machten laut Tisch 55 Prozent aller bestätigten Hassverbrechen aus.

Diese Zahlen beschreiben einen früheren Berichtszeitraum und enthalten den Angriff vom Mittwoch nicht. Sie erklären die Aufmerksamkeit für die Sicherheit jüdischer Menschen in New York, ohne das Motiv eines Einzelfalls festzulegen. Unmittelbar geht es weiter um die Genesung des Verletzten, die Identifizierung der Angreiferin sowie die Zeugenaussagen und Aufnahmen, um die Manhattan Shomrim und die Polizei gebeten haben.

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