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USA

Trump greift Abdul El-Sayed im Senatswahlkampf in Michigan an

Zwei leere Debattenpulte mit Mikrofonen vor dem Umriss Michigans in rotem und blauem Licht.
Senatswahlkampf in Michigan Hinweis

Die jüngsten berichteten Äußerungen setzen Trumps Angriffe auf den Namen und die Politik des demokratischen Kandidaten in Michigan fort.

US-Präsident Donald Trump verteidigte es, den demokratischen Senatskandidaten in Michigan Abdul El-Sayed als „Mohammed“ zu bezeichnen, und nannte ihn einen „radikalen Dschihadisten“. Die Äußerungen wurden am 10. Oktober verbreitet. Al Arabiya veröffentlichte einen Ausschnitt des Austauschs; weitere Berichte gaben seine Kommentare wieder.

Trump erklärte, sein Präsidentenamt berechtige ihn dazu, selbst zu wählen, wie er den Kandidaten nenne. Er wolle El-Sayed nicht als Senator für Michigan sehen. Die Bezeichnung ist Trumps Anschuldigung, keine Feststellung über Aktivitäten oder Verbindungen des Kandidaten.

Der Kandidat heißt Abdul El-Sayed

El-Sayed tritt als Demokrat gegen den Republikaner Mike Rogers an. Früher leitete er die Gesundheitsbehörde von Detroit. In der Wahlberichterstattung heißt er Abdul El-Sayed, ebenso wie auf der offiziellen Kampagnenseite.

Einige Meldungen über die jüngsten Äußerungen bezeichneten ihn fälschlich als gewählten Senator. Die Hauptwahl am 3. November hatte noch nicht stattgefunden. Er ist daher Kandidat und nicht bereits Gewinner des Sitzes.

Die vollständige Originalaufnahme und der genaue Ort des jüngsten Austauschs wurden für diesen Artikel nicht unabhängig festgestellt. Er beschränkt sich auf die vom genannten Medium verbreiteten Worte und den durch gesonderte Berichte gestützten Wahlkontext.

Eine frühere Antwort El-Sayeds

Am 8. Oktober, vor der Senatsdebatte am Abend, veröffentlichte seine Kampagne eine Antwort auf frühere Äußerungen Trumps über seinen Namen und Glauben. El-Sayed sagte, Trump kenne seinen Namen und nutze solche Angriffe, um von Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und medizinische Versorgung abzulenken.

Die Erklärung erschien vor den Äußerungen vom 10. Oktober. Sie dokumentiert eine Reaktion auf die laufenden Angriffe, keine neue Antwort auf den jüngsten Austausch. Sie darf nicht als Reaktion auf Worte dargestellt werden, die bei ihrer Veröffentlichung noch nicht verbreitet waren.

Trump griff El-Sayed auch in einem Beitrag nach der Debatte vom 8. Oktober an und lobte Rogers. JNS und The National berichteten darüber. Die neuen Kommentare folgten damit auf mehrere Tage Einmischung des Präsidenten in den Wahlkampf.

Israelpolitik als Thema der Debatte

Die Debatte vom 8. Oktober behandelte amerikanische Militärhilfe für Israel und die Bedrohungen durch Israel und den Iran. Laut JNS wollte El-Sayed US-Steuereinnahmen lieber für inländische Dienstleistungen ausgeben als für Waffen an andere Länder.

Rogers verteidigte Israels Recht auf Existenz und Selbstverteidigung, sagte aber, eine Diskussion über Atomwaffeneinsatz würde seine Haltung ändern. Auch The National berichtete über den Austausch. Diese politischen Differenzen erklären den Wahlkontext, belegen jedoch nicht Trumps Dschihadismusvorwurf.

Für israelische Leser betrifft der wesentliche Unterschied die Haltung eines möglichen Senators zu Sicherheitshilfe und Nahostpolitik. Trumps persönliche Wortwahl fügt eine weitere Ebene hinzu. Eine Beleidigung im Wahlkampf oder die Religion eines Kandidaten ersetzt aber keine Belege für Fehlverhalten.

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