Trump erwägt US-Beteiligung an Angriffen gegen die Huthi

Der Präsident erklärte, Washington habe gerade erst von dem jüngsten Angriff erfahren und werde seine Antwort prüfen. Militärische Beteiligung bleibt möglich.
US-Präsident Donald Trump sagte am 10. Oktober, die USA könnten sich an saudischen Angriffen gegen die Huthi im Jemen beteiligen. Seine Regierung prüfe den jüngsten Angriff und werde über ihre Reaktion entscheiden, erklärte er vor Journalisten.
Anadolu und The Jerusalem Post berichteten über die Äußerungen. Trump sagte, Washington habe gerade erst von dem neuen Angriff erfahren, und betonte, seine Regierung könne schnell handeln. Er kündigte keine genehmigte amerikanische Beteiligung an.
Eine Option wird geprüft
Auf die Frage, ob er sich für eine Teilnahme an den saudischen Angriffen entschieden habe, antwortete Trump, die USA könnten dies tun und würden die Lage prüfen. Damit hielt er eine Beteiligung offen, ohne eine konkrete Operation zuzusagen.
Seine Äußerungen enthielten keine Details zu Zielen, Kräften, Zeitplan oder Form einer amerikanischen Rolle. Sie belegen eine erwogene Beteiligung, nicht den Beginn eines gemeinsamen Feldzugs oder einen erteilten Einsatzbefehl.
Die vollständige Originalaufnahme oder ein Transkript des Weißen Hauses wurden für diesen Artikel nicht unabhängig abgerufen. Der Inhalt wird den genannten Berichten zugeschrieben, die übereinstimmend von einer offenen Entscheidung ausgehen.
Der Angriff in Riad als Anlass
Der Austausch folgte auf den Angriff vom 10. Oktober auf den internationalen Flughafen König Khalid in Riad. Saudische Luftfahrtbehörden meldeten später zwölf Tote und 309 Verletzte, berichtete Reuters. Einige Verletzte waren in kritischem Zustand.
Unter den Toten waren ein Amerikaner und Staatsangehörige Saudi-Arabiens, Bangladeschs, Ägyptens, Jordaniens, Syriens, Palästinas und des Sudan. Die aktualisierte Bilanz unterstreicht zivile Folgen über Saudi-Arabien hinaus.
Der Flughafenbetrieb wurde vorübergehend eingestellt und Flüge wurden umgeleitet, meldete Reuters. Die US-amerikanische und die britische Botschaft rieten ihren Staatsangehörigen, den Flughafen zu meiden. Diese Warnungen betreffen unmittelbare Reise- und Sicherheitsrisiken, getrennt von der Prüfung einer Militäraktion.
Ein Konflikt mit langer Vorgeschichte
Die vom Iran unterstützten Huthi nahmen 2014 die jemenitische Hauptstadt Sanaa ein. Saudi-Arabien führte im folgenden Jahr eine Koalitionsintervention zur Unterstützung der international anerkannten Regierung des Jemen an. Der interne Krieg hat wiederholt regionale Sicherheitsfragen aufgeworfen.
Anadolu berichtete, dass die Huthi mehrere jüngste Raketen- und Drohnenangriffe auf saudische Flughäfen für sich reklamiert hätten. Reuters bezeichnete den Angriff in Riad vom 10. Oktober als dritten auf denselben Flughafen innerhalb der Woche, nach früheren Todesopfern und Schäden an einem Verkehrsflugzeug.
Trumps Worte eröffnen die Möglichkeit eines US-Einsatzes an saudischer Seite zu einer Zeit zunehmender Gefahr für die zivile Luftfahrt. Ziele und Durchführung einer Operation lassen sie offen.
Die nächste wesentliche Entwicklung wäre eine US-Entscheidung oder angekündigte Aktion. Bis dahin erklärt der Präsident lediglich, dass eine Beteiligung geprüft wird; Opferzahlen und Störungen des Luftverkehrs liefern den unmittelbaren Kontext.



