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Israel News Pulse

Antisemitismus

Hakenkreuze auf jüdischen Schulbussen in Brooklyn

Ein gelbes Schulbusmodell steht neben einem blauen Buch mit Davidstern vor der Silhouette Brooklyns.
Jüdische Schulen in Brooklyn Hinweis

Die New Yorker Polizei untersucht antisemitischen Vandalismus an vier jüdischen Schulbussen in Williamsburg. Am Montag wurden Hakenkreuze und Parolen gegen Israel auf den Fahrzeugen entdeckt.

Beamte des 90. Polizeireviers rückten am 2. November kurz vor 10:00 Ortszeit, entsprechend 17:00 israelischer Zeit, nach einer Meldung über Sachbeschädigung nahe Bedford Avenue und Williamsburg Street West aus. Das Lokalmedium amNewYork berichtete unter Berufung auf Polizeiquellen, vier abgestellte Busse seien mit schwarzer Farbe beschmiert worden.

Der Schulweg wird zum Ziel

Auf Bildern örtlicher Medien waren Hakenkreuze, die Parole "Free Palestine" und eine Beschimpfung Israels zu sehen. Einige Schmierereien verliefen über den hebräischen Schriftzügen, die die Fahrzeuge kennzeichneten. Die Busse dienen dem täglichen Transport jüdischer Kinder in diesem Viertel von Brooklyn.

Williamsburg 365 ordnete die betroffenen Fahrzeuge den Gemeinschaften Satmar und Klausenburg sowie Tiferes Yisroel zu. Dem Stadtteilmedium zufolge arbeitet die jüdische Freiwilligenpatrouille Williamsburg Shomrim mit der Polizei zusammen, um Überwachungsvideos zu beschaffen und die Verantwortlichen zu identifizieren.

Der Angriff auf den Schülertransport rückt den Schutz jüdischer Schüler auch auf dem Weg zwischen Wohnung und Klassenzimmer in den Mittelpunkt. Die Hassbotschaften standen hier auf den Fahrzeugen, auf die Familien für diesen täglichen Weg angewiesen sind.

Spezialisten für Hasskriminalität ermitteln

Die Abteilung für Hasskriminalität der New Yorker Polizei untersucht den Fall gemeinsam mit dem örtlichen Revier. In den ersten am Montag veröffentlichten Polizeiangaben waren noch keine Festnahmen gemeldet.

Die Polizei erläutert in ihren öffentlichen Hinweisen, dass Hasskriminalität sowohl Angriffe auf Menschen als auch Beschädigungen von Eigentum umfassen kann. Ausdrücklich nennt sie Graffiti mit rassistischen Beleidigungen oder Hakenkreuzen als mögliche Fälle. Besteht der Verdacht auf ein vorurteilsgeleitetes Motiv, informieren die Beamten die spezialisierte Einheit.

Dieser Ablauf gilt auch bei Ermittlungen zu möglichen Hassmotiven bei Angriffen auf jüdische New Yorker. Welche rechtliche Einordnung erfolgt und welche Anklagepunkte die Staatsanwaltschaft verfolgt, hängt von den Beweisen des jeweiligen Falls ab.

Politiker verurteilen die Einschüchterung

Gouverneurin Kathy Hochul verurteilte die Vorstellung, Kinder könnten zur Schule kommen und Hakenkreuze auf ihren Bussen vorfinden. Jüdische Familien dürften einer solchen Einschüchterung nicht ausgesetzt sein. Generalstaatsanwältin Letitia James rief Menschen mit Informationen dazu auf, sich an die Strafverfolgungsbehörden zu wenden.

Stadtrat Lincoln Restler, dessen Wahlbezirk das Gebiet umfasst, erklärte, sein Büro arbeite mit Polizei und Shomrim zusammen, um die Verantwortlichen zu finden. Manhattans Bezirkspräsident Brad Hoylman-Sigal forderte die Festnahme des Täters und eine Strafverfolgung nach den einschlägigen Gesetzen gegen Hasskriminalität.

Phylisa Wisdom, die das Büro des Bürgermeisters zur Bekämpfung von Antisemitismus leitet, sagte amNewYork, jüdische Bewohner müssten offen und frei leben können. Die Stadtverwaltung stehe mit der Polizei und Vertretern der Gemeinde in Kontakt.

Wie Zeugen helfen können

Gesucht werden Hinweise, die zur Identifizierung einer oder mehrerer verantwortlicher Personen führen. Williamsburg 365 zufolge suchen Ermittler und Freiwilligenpatrouille nach Aufnahmen aus der Umgebung. Kameras benachbarter Gebäude könnten daher wichtige Beweismittel liefern.

Die New Yorker Polizei nimmt vertrauliche Hinweise über Crime Stoppers unter 800-577-8477 entgegen. Für spanischsprachige Anrufer gilt 888-577-4782. Bei einer unmittelbaren Notlage ist der Notruf 911 zu wählen.

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