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Terrorismus

Ermittlungen zum Angriff auf Tel-Aviv-Flug: Offenbar zwei weitere flydubai-Piloten festgenommen

Ein Passagierflugzeug von flydubai steht in der Abenddämmerung auf dem Vorfeld, dahinter Flughafenbeleuchtung und die Skyline von Dubai.
Festgenommene flydubai-Piloten Hinweis

Im Zuge der Ermittlungen zum Angriff vom 30. September an Bord eines Flugs nach Tel Aviv wurden laut dem maledivischen Medium Adhadhu offenbar zwei maledivische Piloten von flydubai festgenommen. Die Vorwürfe gegen sie sind nicht öffentlich bekannt.

Im Zuge der Ermittlungen zum Angriff vom 30. September an Bord eines Flugs nach Tel Aviv wurden laut dem maledivischen Medium Adhadhu offenbar zwei maledivische Piloten festgenommen, die für flydubai arbeiten. Die Vorwürfe gegen sie sind nicht öffentlich bekannt.

Unabhängig davon sagte der Passagier Assaf Rajwan dem Sender N12, ein Mitglied der Kabinenbesatzung habe versucht, die Fesseln des Angreifers zu lockern, Besatzungsmitglieder hätten vom Filmen abgeraten, und eines von ihnen habe versucht, dem verletzten Kapitän eine nicht näher bestimmte Tablette zu geben. Rajwan räumte ein, keine Beweise dafür zu haben, dass Besatzungsmitglieder Komplizen waren.

Die gemeldeten Festnahmen

Adhadhu berichtete, zwei Piloten von den Malediven, die für flydubai fliegen, seien im Rahmen der Ermittlungen festgenommen worden. Das Medium veröffentlichte die Vorwürfe gegen sie nicht, ebenso wenig die Behörden der Emirate. Unklar ist, ob die beiden als Verdächtige gelten oder zur Befragung festgehalten wurden.

Über die Festnahmen berichtet bislang nur ein einziges Medium, von den Emiraten sind sie nicht öffentlich bestätigt.

Die Schilderung eines Passagiers

Rajwan, der an Bord war, schilderte N12 seine Beobachtungen. Er sagte, ein Mitglied der Kabinenbesatzung habe versucht, die dem Angreifer angelegten Fesseln zu lockern, Besatzungsmitglieder hätten Passagieren vom Filmen abgeraten, und ein Besatzungsmitglied habe versucht, dem verletzten Kapitän eine Tablette zu geben, die niemand identifizierte.

Er räumte ein, keinen Beweis dafür zu haben, dass ein Besatzungsmitglied Komplize war. Was er beschreibt, ist Verhalten, das er an Bord beobachtet hat. Welche Bedeutung es hat, müssen die Ermittler klären.

Was die Staatsanwaltschaft der Emirate sagt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Emirate wollte der Angreifer das Flugzeug in das Passagierterminal des Flughafens Ben Gurion stürzen lassen. Er habe gestanden und erklärt, allein gehandelt zu haben. Die Ermittler prüfen diese Darstellung noch. Die Schilderung der Staatsanwaltschaft zu dem Plan haben wir ausführlich in unserem früheren Bericht über den Terminal-Plan dargestellt.

Der Angriff ereignete sich am 30. September auf einem flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv. Nachdem der Kapitän im Cockpit verletzt worden war, wurde die Maschine nach Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet und landete dort sicher. Benjamin Netanjahu hatte am 1. Oktober erklärt, vorläufige Informationen deuteten auf eine radikale islamistische Indoktrination hin, wie in unserem Bericht über die Radikalisierungs-Ermittlungen beschrieben.

Was nicht feststeht

Eine größere Terrorzelle ist nicht nachgewiesen. Die Behauptung, der Angreifer habe allein gehandelt, wird noch überprüft. Die neuen Berichte werfen Fragen zum Verhalten der Besatzung und zu den beiden festgenommenen Piloten auf, ohne sie zu beantworten.

Weitere Details dürften von den Ermittlern der Emirate kommen, die ihre Erkenntnisse bislang in offiziellen Erklärungen mitgeteilt haben, sowie aus weiteren Berichten der Medien, die mit Passagieren und Besatzung gesprochen haben.

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