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Israel News Pulse

Terrorismus

Nach Netanjahus Aussage legen Emirate Details zum flydubai-Fall vor

Ein leeres Cockpit eines Passagierflugzeugs blickt in der Dämmerung auf eine Startbahn.
flydubai-Flug, Ermittlungen der Emirate Hinweis

Auf Netanjahus erste Einschätzung folgte ein ausführlicher Bericht der Staatsanwaltschaft der Emirate. Die Ermittler prüfen weiterhin mögliche Beteiligte.

Benjamin Netanjahu erklärte am 1. Oktober, vorläufige Informationen deuteten darauf hin, dass der omanische Copilot des flydubai-Flugs FZ1073 einer radikalen islamistischen Indoktrination unterzogen worden sei. Er wird beschuldigt, den Kapitän angegriffen zu haben. Acht Tage später beschrieb die Staatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate einen mutmaßlichen Selbstmordanschlagsplan gegen das Passagierterminal des Flughafens Ben Gurion.

Bei Fox & Friends sagte Israels Ministerpräsident: „Wir wissen, dass er einer radikalen islamistischen Indoktrination unterzogen wurde.“ Zugleich betonte er den vorläufigen Charakter seiner Einschätzung. Der Flug war am 30. September 2026 von Dubai nach Tel Aviv gestartet und nach dem Angriff im Cockpit nach Saudi-Arabien umgeleitet worden.

Die Darstellung der Ermittler

Generalstaatsanwalt Hamad Saif Al Shamsi erklärte am 9. Oktober über die amtliche Nachrichtenagentur der Emirate, erste Anzeichen der Radikalisierung gingen auf die Studienzeit des Verdächtigen in Australien 2017 zurück. Laut Staatsanwaltschaft konsumierte er Inhalte, die Terrororganisationen und Selbstmordanschläge verherrlichten, und entwickelte die Absicht, eine ähnliche Tat mit einem Flugzeug zu begehen.

Er habe bei zwei früheren Flügen nach Tel Aviv die Route und den Flughafen erkundet. Die Überprüfungen bei seiner Einstellung hätten seine extremistischen Ansichten nicht aufgedeckt. Dies sind Angaben der Staatsanwaltschaft aus laufenden Ermittlungen, kein Gerichtsurteil.

Geständnis und offene Fragen

Nach Darstellung der Ermittler griff der Verdächtige den Kapitän mit einer Notaxt an. Andere Piloten, ein Mitglied der Kabinenbesatzung und Passagiere griffen ein, überwältigten ihn und ermöglichten eine sichere Landung in Tabuk.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, er habe im Beisein eines Anwalts gestanden und behauptet, allein gehandelt zu haben. Mögliche Mittäter und Verbindungen sowie Aufzeichnungen und technische Berichte werden weiter untersucht. Auch seine Darstellung einer Einzeltat wird somit noch überprüft.

Die Erklärung gibt außerdem seine Behauptung wieder, ein ihm aus Australien bekanntes Zentrum habe Unterstützung von einem mit der Muslimbruderschaft verbundenen Verein erhalten. Diese wiedergegebene Behauptung beweist nicht, dass die Organisation den Angriff gesteuert hat.

Dokumentierte Hetze als Hintergrund

Unabhängig davon dokumentieren deutsche Verfassungsschutzbehörden antisemitische Hetze von Yusuf al Qaradawi, einem bedeutenden Vordenker der Muslimbruderschaft. Brandenburgs Innenministerium zitiert Aussagen, in denen er Hitlers Judenverfolgung als göttliche Strafe darstellte und auf weitere Bestrafung durch Gläubige hoffte. Auch Berichte des Bundesverfassungsschutzes halten seine Aufrufe zur Vernichtung der Juden fest.

Eine britische Regierungsprüfung von 2015 stellte fest, dass eng mit der Muslimbruderschaft verbundene Personen in Großbritannien Selbstmordanschläge und weitere Hamas-Angriffe in Israel unterstützt hatten. Diese Erkenntnisse dokumentieren eine Geschichte der Hetze, belegen aber keine Rolle der Bruderschaft beim Flugzeugangriff; Netanjahu nannte am 1. Oktober keine solche Verbindung.

Die Ermittler müssen nun klären, wie der mutmaßliche Plan vorbereitet wurde und ob die Behauptung einer Einzeltat den nach der Notlandung gesammelten Beweisen standhält.

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