IDF eliminieren zwei Terroristen aus dem Finanznetz der Hamas

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben am 25. Oktober bekannt gegeben, dass sie zwei Terroristen im Gazastreifen eliminiert haben, die während des Krieges Millionen Schekel aus dem Iran und der Türkei an den militärischen Arm der Hamas weiterleiteten. Getrennte Luftangriffe trafen einen Hamaszellenführer in Gaza und einen Terroristen des Palästinensischen Islamischen Dschihad im Raum Nuseirat.
Die Mitteilung verknüpfte die Geldtransfers mit dem Versuch der Hamas, ihre militärischen Fähigkeiten wiederherzustellen und Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten vorzubereiten. Außerdem berichtete sie über die Zerstörung eines Waffenlagers im zentralen Gazastreifen. Damit stehen sowohl die Finanzierung als auch die vorhandenen Waffenbestände im Mittelpunkt.
Zwei Angriffe auf das Finanznetz
Alaa Ibrahim Nimer Arshi, nach Angaben des Militärs ein Zellenführer im militärischen Arm der Hamas, wurde am Mittwoch, dem 21. Oktober, in Gaza eliminiert. Karam Riyad Hassan Abu Butaihan wurde am Dienstag, dem 20. Oktober, nahe Nuseirat eliminiert. Der Terrorist des Palästinensischen Islamischen Dschihad überwies Gelder an den militärischen Arm der Hamas.
Die IDF erklärten, die jüngsten Finanzaktivitäten hätten Terrorvorbereitungen unterstützt und systematisch gegen die Waffenruhe verstoßen. Die Luftangriffe sollten diese Bedrohung beseitigen. Obwohl die Terroristen unterschiedlichen Organisationen angehörten, war der in der Mitteilung genannte Empfänger des Geldes derselbe: der militärische Arm der Hamas.
Waffenlager im zentralen Gazastreifen zerstört
Eine weitere Operation am Donnerstag, dem 22. Oktober, richtete sich gegen das Waffenarsenal der Hamas. Die IDF und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet zerstörten ein Lager, das der militärische Arm der Organisation im zentralen Gazastreifen nutzte.
Das Militär nannte Kalaschnikowgewehre, Raketen und eine Abschussvorrichtung als eingelagerte Waffen. Die Verbindung ist relevant: Dieser Angriff galt bereits vorhandenem Material. Die beiden vorherigen Angriffe trafen dagegen Terroristen, die Geld für den Wiederaufbau militärischer Fähigkeiten bewegten. Es handelte sich um unterschiedliche Ziele innerhalb des umfassenderen Vorgehens gegen neue Anschläge.
Ein früherer Schlag gegen die Geldtransfers
Der aktuellen Mitteilung war am 25. September ein umfassenderer Bericht der IDF vorausgegangen. Darin beschrieb das Militär die Eliminierung von 16 zentralen Terroristen aus dem Finanzbereich, die während des Krieges an der Finanzierung militärischer Aktivitäten der Hamas beteiligt waren.
Zusammen hatten sie Transfers von mehr als einer Milliarde Dollar über ein Netz von Dutzenden Geldwechslern in der Türkei und Gaza abgewickelt. Die Zahl aus dem September bezieht sich auf dieses größere Netzwerk, nicht auf die Beträge der beiden am 25. Oktober genannten Terroristen. Der frühere Bericht verband die Finanzierung mit Waffenbeschaffung, Zahlungen an Terroristen und dem Wiederaufbau terroristischer Infrastruktur.
Was amerikanische Sanktionen über Auslandswege zeigen
Amerikanische Sanktionsunterlagen liefern zusätzlichen Kontext. Am 27. Oktober 2023, nach dem Massaker vom 7. Oktober, ging das Finanzministerium der USA gegen Finanznetzwerke der Hamas vor. Dazu gehörte eine Einrichtung in Gaza, die es als Kanal für iranisches Geld an Hamas und Palästinensischen Islamischen Dschihad bezeichnete. Die iranische Unterstützung beschrieb es als finanziell, logistisch und operativ.
In einer gesonderten Maßnahme vom 19. November 2024 benannte das Ministerium Musa Daud Muhammad Akari als ranghohen Hamasfunktionär in der Türkei, der Geldtransfers von dort nach Gaza sowie Judäa und Samaria erleichterte. Diese Unterlagen dokumentieren Finanzierungskanäle im Ausland. Es sind eigenständige Fälle, getrennt von den am Sonntag bekannt gegebenen Eliminierungen.
Eine neue Aufrüstung verhindern
Die sicherheitspolitische Bedeutung reicht über die Geldsumme hinaus. Der Bericht vom September beschreibt Finanzierung als Voraussetzung dafür, Terroristen zu bezahlen, Waffen zu beschaffen und Infrastruktur wiederherzustellen. Genau diese praktischen Mittel benötigt eine Terrororganisation, um militärische Fähigkeiten neu aufzubauen.
Zusammen betrachtet zeigen die am 25. Oktober bekannt gegebenen Operationen den Versuch, sowohl Bestände als auch die Finanzmechanismen für ihren Ersatz zu treffen. Die IDF und Schin Bet kündigten an, weiter gegen die Finanzierung und Aufrüstung terroristischer Organisationen in Gaza vorzugehen, um den Wiederaufbau ihrer militärischen Infrastruktur zu verhindern.



