Israel meldet Partnerschaft mit dem Pazifikforum für Wasser und Landwirtschaft

Israel ist als Partner des Pacific Islands Forum angenommen worden. Das teilte Außenminister Gideon Sa’ar am 20. Oktober mit. Die Partnerschaft eröffnet einen Rahmen für Zusammenarbeit beim Wassermanagement, in der Landwirtschaft, bei der Klimaanpassung und in weiteren Entwicklungsbereichen.
Sa’ar zufolge informierte ihn der Generalsekretär des Forums, Baron Divavesi Waqa, über die Zustimmung der pazifischen Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen in Palau. Israel habe den Antrag während seines Besuchs in Fidschi im Juni gestellt.
Die Vereinbarung schafft einen geregelten Zugang zur Zusammenarbeit mit der Region. Der neuseeländische Sender 1News berichtete am 21. Oktober, Israel werde als sektoraler Partner auf Ministerebene eingebunden. Strategische Partner treten dagegen direkt mit den Spitzen des Forums in Kontakt. Der Partnerstatus macht Israel nicht zum Mitglied des regionalen Zusammenschlusses.
Vom Antrag im Juni zur Bekanntgabe im Oktober
Das offizielle Kommuniqué datiert das Treffen der Staats- und Regierungschefs in Koror, Palau, auf den 31. August bis 3. September. Es hält die Zuordnung der Partner zu zwei Kategorien fest und überträgt dem Generalsekretär die Mitteilung der Entscheidungen.
Das Dokument beschreibt den allgemeinen Mechanismus, nennt Israel im betreffenden Absatz aber nicht. Laut 1News wurde Israels Einordnung als sektoraler Partner im September vereinbart. Die Bekanntgabe habe sich verzögert, während die Länder über ihre Zuordnung informiert wurden.
Der 20. Oktober ist somit das Datum von Sa’ars öffentlicher Mitteilung. Die Quellen verorten die Beratungen der Spitzenvertreter früher und nicht bei einem neuen Gipfel im Oktober.
Wasser und Landwirtschaft als praktische Schwerpunkte
Sa’ar nannte Wassermanagement, Entsalzung, Landwirtschaft, Klimawandel, Innovation und nachhaltige Entwicklung als Kooperationsfelder. Israel und das Forum sollen einen Aktionsplan sowie ein Verfahren zur Überwachung seiner Umsetzung erarbeiten.
Ein Treffen zur Entwicklungszusammenarbeit in Suva gibt einen ersten Einblick in die besprochenen Aufgaben. PINA/PACNEWS berichtete am 20. Oktober, Vertreter des Forums hätten sich mit israelischen Diplomaten über regionale Bedürfnisse und Möglichkeiten technischer Unterstützung und Weiterbildung ausgetauscht.
Teilgenommen haben Waqa, Israels Botschafterin für Fidschi und die pazifischen Inselstaaten Maya Yaron sowie Botschafterin Eynat Shlein, Leiterin von MASHAV, Israels Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit. Wassersicherheit gehörte dem Bericht zufolge zu den Themen.
Yaron betonte, man müsse den Ländern zuhören und Fachwissen auf ihre Prioritäten abstimmen. Besprochen wurden Bedürfnisse und mögliche Hilfen. Daraus folgt noch keine Finanzierung oder Fertigstellung eines bestimmten Wasser- oder Landwirtschaftsprojekts.
Der Aktionsplan soll Zusagen konkretisieren
Das Forum-Kommuniqué sieht eine Überprüfung der Partnerschaftsregelungen nach einem Jahr und ab 2027 einen Rahmen für Rechenschaft und Berichterstattung vor. Diese Vorgaben betreffen das gesamte Partnerschaftssystem, nicht einen bestätigten Starttermin für ein israelisches Projekt.
Die für diesen Bericht geprüften öffentlichen Unterlagen enthalten weder ein israelbezogenes Budget noch vertraglich vereinbarte Projekte oder einen Umsetzungszeitplan. Als Nächstes ist daher der von Sa’ar angekündigte Aktionsplan maßgeblich: Er soll zeigen, welche Prioritäten zu Verpflichtungen werden, wer sie umsetzt und wie Fortschritte bewertet werden.



