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Iran

Pentagon arbeitete Optionen für drei Tage Iran-Angriffe aus, berichtet die NYT

Die Außenansicht des Pentagons zeigt warme Fensterbeleuchtung in der Dämmerung.
Pentagon, Iran-Angriffsoptionen Hinweis

Die gemeldeten Optionen betreffen Raketen, Drohnen sowie Militär- und Energieanlagen. Trump erklärte, vor den Zwischenwahlen werde es keinen Angriff auf Iran geben.

Das Pentagon hat Optionen für etwa drei Tage intensiver Angriffe auf Iran vorbereitet. Das berichtete die New York Times am 8. Oktober, wie The Times of Israel und Gulf News wiedergaben. Im Mittelpunkt stehen demnach Raketen- und Drohnenarsenale. Energieinfrastruktur und Kommandoeinrichtungen der Revolutionsgarden zählen zu den möglichen weiteren Zielen.

Demselben Bericht zufolge lehnte US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten fünf frühere Vorschläge für größere Operationen gegen Iran oder die von Teheran unterstützten Huthi ab. Diese Entscheidungen sind von den derzeit diskutierten neuen Optionen zu trennen. Die öffentliche Berichterstattung belegt keine Genehmigung der vorgeschlagenen Kampagne durch Trump.

Welche Optionen diskutiert werden

Laut Times beschrieben in die Planung eingeweihte US-Beamte einen kurzen, konzentrierten Einsatz. Vizepräsident JD Vance prüfte die Vorschläge am 2. Oktober mit Verantwortlichen für nationale Sicherheit in Camp David. Trump habe das Pentagon mit der Ausarbeitung neuer Optionen beauftragt.

Der Schwerpunkt auf Raketen- und Drohnenbeständen stellt Irans Fähigkeit ins Zentrum, Staaten und Streitkräfte der Region zu bedrohen. Energieanlagen und Kommandozentren würden das Zielspektrum über Waffenlager hinaus erweitern. Der Bericht nennt mögliche Zielkategorien, keinen veröffentlichten Operationsbefehl oder eine endgültige Standortliste.

Fünf abgelehnte Vorschläge

Die Times beschreibt das neue Paket als Folge von fünf erfolglosen Versuchen, die Zustimmung zu größeren Kampfeinsätzen gegen Iran oder die Huthi zu erhalten. Eine vollständige öffentliche Chronologie sämtlicher Vorschläge, ihrer Ziele und Ablehnungsgründe enthält der Bericht nicht.

Die Absagen bedeuten auch nicht, dass keinerlei militärische Aktivität stattfand. The Times of Israel verwies auf begrenzte amerikanische Vergeltungsschläge gegen iranische Ziele nach Angriffen auf die Schifffahrt und US-Verbündete. Die Ablehnung einer großen Kampagne und die Zustimmung zu einer enger begrenzten Reaktion sind verschiedene Entscheidungen.

In den ausgewerteten Materialien fand sich keine zuordenbare Pentagon-Stellungnahme, die die detaillierte Zielliste bestätigt oder bestreitet. Die zugrunde liegenden Planungsdokumente sind nicht öffentlich.

Trumps Wahltermin als Bezugspunkt

Trump erklärte am 8. Oktober, die USA würden Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November nicht angreifen, und bezeichnete die Gespräche mit Teheran als produktiv. Diese öffentliche Position betrifft Zeitpunkt und Diplomatie; sie widerlegt nicht die gemeldete Existenz militärischer Eventualplanungen.

Wichtig bleibt der regionale Hintergrund. Die USA und Israel begannen am 28. Februar mit Angriffen auf Iran. Später trat eine fragile Waffenruhe ein. Verhandlungen dauern vor dem Hintergrund von Streit über Irans Atomprogramm und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus an.

Für Israel und weitere Regionalstaaten beschreibt der Bericht eine in Washington geprüfte Option, keinen bestätigten Zeitplan für einen neuen Krieg. Die nächste wesentliche Entwicklung wäre eine Entscheidung des Präsidenten oder ein offizieller Kurswechsel, nicht allein ein weiterer Bericht über militärische Vorbereitungen.

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