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Iran

Siebte Festnahme im Fall RAF Fairford: Polizei prüft mögliche ausländische Beteiligung

Illustration eines B-1B-Bombers beim Start über einem englischen Flugplatz mit dem Logo von Israel News Pulse.
RAF Fairford, England Hinweis

Britische Terrorermittler haben in London einen 22-Jährigen wegen verdächtiger Aktivitäten nahe dem von US-Bombern genutzten Luftwaffenstützpunkt festgenommen. Sechs zuvor festgenommene Männer sind unter Auflagen auf freiem Fuß. Eine iranische Beteiligung ist öffentlich bislang nicht nachgewiesen.

Die britische Antiterrorpolizei hat am 6. Oktober im Zusammenhang mit verdächtigen Aktivitäten nahe RAF Fairford eine siebte Person festgenommen. Damit geht eine Untersuchung weiter, die sowohl in London als auch in Washington Aufmerksamkeit ausgelöst hat.

Der jüngste Verdächtige, ein 22-jähriger britischer Staatsbürger, wurde in Westminster wegen des Verdachts der Vorbereitung terroristischer Handlungen festgenommen. Die Beamten durchsuchten zudem eine Immobilie in dem Stadtteil, wie Counter Terrorism Policing mitteilte.

Die Mitteilung beschreibt einen weiteren Ermittlungsschritt. Sie belegt weder, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstand, noch, dass einer der Verdächtigen für Iran handelte. Nach Angaben der Polizei wird eine mögliche Beteiligung eines ausländischen Staates neben anderen Erklärungen geprüft.

Londoner Festnahme nach Sicherheitsalarm in Gloucestershire

Die Ermittlungen begannen nach Hinweisen auf verdächtige Fahrzeuge in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts in Gloucestershire in den frühen Morgenstunden des 27. September. Fünf Männer wurden an diesem Morgen im Gebiet von Whelford festgenommen. Ein sechster Mann mit britischer und iranischer Staatsangehörigkeit wurde am 1. Oktober in London festgenommen.

Alle sechs zuvor festgenommenen Verdächtigen befinden sich laut Mitteilung vom 6. Oktober unter polizeilichen Auflagen auf freiem Fuß. Ihre Freilassung bedeutete kein Ende der Ermittlungen.

Vicki Evans, die leitende nationale Koordinatorin der Terrorismusbekämpfung, erklärte, spezialisierte Teams gingen weiterhin verschiedenen Ermittlungsansätzen nach und arbeiteten daran, das Motiv hinter den Ereignissen festzustellen. Die Mitteilung enthielt keine Ankündigung einer Anklage gegen den zuletzt festgenommenen Mann.

Benzin gefunden, aber keine Sprengvorrichtungen

Der erste Alarm führte zu einer umfassenden Untersuchung von Fahrzeugen in der Nähe des Stützpunkts. In einer Aktualisierung vom 29. September teilte Counter Terrorism Policing mit, dass Militärspezialisten und forensische Fachkräfte die Durchsuchungen unterstützt hätten.

Beamte stellten Benzin sicher, fanden jedoch keine improvisierten Sprengvorrichtungen. Die Polizei durchsuchte außerdem Immobilien in London. Diese Ergebnisse sind für die Einordnung wichtig: Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Terrorplans bedeuten nicht, dass eine funktionsfähige Bombe gefunden wurde.

Assistant Commissioner Laurence Taylor erklärte, die Entscheidung, die ersten fünf Verdächtigen unter strengen Auflagen freizulassen, sei aus ermittlungstaktischen Gründen getroffen worden. Er würdigte auch Hinweise aus der Bevölkerung, die zum Polizeieinsatz beigetragen hätten.

Iran-Vorwürfe sind von den bestätigten Festnahmen zu trennen

Die Rolle des Stützpunkts bei amerikanischen Operationen gegen Iran verleiht den Ermittlungen eine größere strategische Bedeutung. Reuters berichtete unter Berufung auf anonym bleibende US-Beamte, der Abzug von B-1-Bombern aus Fairford habe mit der Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff zusammengehangen. Iran bestritt eine Beteiligung.

Auch der britische Premierminister Andy Burnham verwies laut Associated Press auf Anzeichen einer iranischen Rolle. Das ist eine offizielle Einschätzung, kein veröffentlichter Nachweis strafrechtlicher Verantwortlichkeit.

Die Aussagen der Polizei sind enger gefasst. Ihre Mitteilung vom 1. Oktober nannte eine mögliche Beteiligung eines ausländischen Staates ausdrücklich als einen der untersuchten Ansätze. Die jüngste Mitteilung benannte weder einen Auftraggeber noch eine geplante Angriffsmethode.

Bestätigt ist, dass britische Terrorermittler ihre Arbeit im Umfeld eines strategisch wichtigen Stützpunkts eines Verbündeten fortsetzen. Ob die Festnahmen eine von Iran gesteuerte Operation aufdecken, bleibt eine offene Ermittlungsfrage. Die neue Festnahme allein beantwortet sie nicht.

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