Raketentreffer an Terminal 3 des Flughafens Riad gemeldet

Zeugen beschreiben Verletzte im Flughafen König Khalid nach einer weiteren Explosion. Zwei Tage zuvor starben drei Saudis bei einem separaten Angriff.
Eine Rakete traf am 10. Oktober direkt Terminal 3 des internationalen Flughafens König Khalid in Riad, berichtete The Wall Street Journal unter Berufung auf saudische Beamte. Reuters meldete unabhängig davon mehrere Verletzte und Evakuierungen nach einer Explosion, während Fluggesellschaften Verbindungen absagten oder umleiteten.
Der Vorfall betraf einen wichtigen Passagierknoten, der bereits durch frühere Angriffe in derselben Woche beeinträchtigt war. Erste Meldungen bestätigten Verletzungen und einen Rettungseinsatz, lieferten aber keine belastbare Gesamtzahl der Toten oder Verletzten.
Terminal 3 ohne bestätigte Gate-Nummer
Der Journal-Bericht nannte Terminal 3 als Einschlagsort und meldete dessen Evakuierung. Xinhua berichtete ebenfalls über eine Explosion dort, kurz sichtbaren Rauch und evakuierte Passagiere. Keine verlässliche Meldung identifizierte ein bestimmtes Gate.
Reuters berief sich auf zwei Augenzeugen und zwei informierte Quellen. Ein Zeuge beschrieb Verletzte, die im Flughafen lagen. Die Agentur meldete mehr als zwölf Krankenwagen auf dem Weg zum Gelände. Diese Berichte zeigten die Dringlichkeit des Einsatzes, ohne einen abschließenden medizinischen Befund zu liefern.
Roya berichtete später, die saudische Zivilluftfahrtbehörde habe nach einem Angriff eine vorübergehende Einstellung des Flughafenbetriebs bekanntgegeben und von Verletzten sowie einer Schadensprüfung berichtet. Eine Unterbrechung für Sicherheitsprüfungen belegt allein nicht das Ausmaß baulicher Schäden.
Was über Opfer bekannt ist
Die ersten Berichte enthielten keine bestätigte Zahl von Todesopfern am 10. Oktober. Weitergehende Behauptungen über ein Ereignis mit sehr vielen Opfern blieben unbestätigt. Aus Beschreibungen mehrerer Verletzter lässt sich keine unbelegte Todeszahl ableiten.
Saudische Behörden hatten drei Tote bei den Angriffen vom 8. Oktober gemeldet, darunter einen Saudia-Mitarbeiter. Diese Todesfälle gehören zu dem zwei Tage früheren Vorfall. Auch gemeinsam verbreitete Bilder und Meldungen beider Tage müssen entsprechend getrennt werden.
Flugausfälle und die Bedrohung durch Huthi
Reuters meldete Ausfälle und Umleitungen bei Flügen nach Riad. Kuwait Airways erklärte, die Sicherheitslage habe zur Absage von Verbindungen geführt. Der Flughafen forderte Reisende auf, ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und den Flugstatus vor der Anreise zu prüfen.
Die von Iran unterstützten Huthi hatten sich zu früheren Angriffen auf die saudische Luftfahrt bekannt. AFP berichtete jedoch, zum Zeitpunkt ihrer Meldung über die Explosion am 10. Oktober habe kein neues Bekenntnis vorgelegen. Die Zuordnung des jüngsten Vorfalls beruhte daher auf Beamten und diplomatischen Quellen, nicht auf einer zeitgleichen öffentlichen Erklärung der Bewegung.
Für Reisende war entscheidend, aktuelle Informationen von Fluggesellschaft und Flughafen einzuholen statt auf frühere Wiedereröffnungen zu vertrauen. Saudische Behörden mussten nicht nur Abflüge wieder ermöglichen, sondern Passagiereinrichtungen vor weiteren Angriffen schützen.



