Skyler AJ Rose warf Israel vor, Pädophile zu schützen. Laut Staatsanwaltschaft besaß er Hunderte Missbrauchsbilder, baute Bomben und plante einen Anschlag auf eine Synagoge

Gerichtsunterlagen beschreiben antisemitische Drohungen, sechs funktionsfähige Rohrbomben und die Suche nach einer nahen Synagoge. Auf seinem Handy fanden Ermittler nach Angaben der Anklage Hunderte Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs.
Skyler AJ Rose warf Israel vor, Pädophile zu schützen, und bedrohte in derselben Tirade in sozialen Medien Juden. Das geht aus den Vorwürfen der US-Bundesstaatsanwaltschaft hervor. Auf seinem eigenen Handy fanden Ermittler später Hunderte Bilder und Bildschirmaufnahmen sexuellen Kindesmissbrauchs. In seinem Haus stellten die Behörden nach eigenen Angaben sechs funktionsfähige Rohrbomben und zwei Gewehre sicher.
Auf diesen Fall wurden wir durch den unten eingebetteten Beitrag von Eitan Fischberger aufmerksam. Grundlage unserer Berichterstattung sind die Bundesanklage, der Haftantrag der Staatsanwaltschaft und die Mitteilung des US-Justizministeriums.
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Video auf X ansehenVeröffentlicht am 23.10.2026Vorwürfe über Pädophile neben Drohungen gegen Juden
„Ich will eine Synagoge in die Luft jagen“, lautete ein Beitrag in deutscher Übersetzung. Der zentrale Widerspruch ergibt sich aus den Unterlagen der Anklage selbst: Der Mann, der in seinen antisemitischen Drohungen sexuellen Kindesmissbrauch anführte, ist nun selbst wegen des Empfangs und Besitzes entsprechender Bilder angeklagt.
Vom Nutzerkonto zu sechs Rohrbomben
Die Ermittler verfolgten die Beiträge zu einer IP-Adresse zurück, die mit Roses Wohnhaus verknüpft war. Das FBI bat die Polizei von Ogden, dort vorbeizufahren. Laut Haftantrag bestätigte seine Mutter, dass er das Konto nutzte, und ließ die Beamten am 23. Dezember 2025 hinein.
Die Beamten entdeckten in seinem Schlafzimmer mutmaßliche Rohrbomben. Die Behörden evakuierten das Haus und benachbarte Gebäude, während die Gefahr beseitigt wurde. Bei einer späteren Durchsuchung auf Grundlage eines staatlichen Gerichtsbeschlusses wurden sechs Rohrbomben, eine inaktive Vorrichtung, weiteres Material für den Bombenbau, zwei Gewehre, Magazine, Munition und ein Samsung-Handy sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Rose vor, die Rohrbomben selbst entworfen und gebaut zu haben, während er mit weiteren Familienmitgliedern zusammenwohnte. Sie verweist auf Waffen und Sprengsätze, Drohungen und die Suche nach einer Synagoge, um ihre Einschätzung einer Gefahr für die Allgemeinheit zu begründen.
Eine nahe Synagoge und Hunderte Bilder auf dem Handy
Nach einem richterlichen Beschluss auf Bundesebene untersuchten die Ermittler das Handy. Dabei fanden sie Suchanfragen nach einer Synagoge in Ogden aus dem November 2025. Laut Haftantrag war das Gerät außerdem genutzt worden, um über Google Maps eine bestimmte Synagoge etwa drei Meilen, rund 4,8 Kilometer, von Roses Wohnhaus entfernt zu suchen.
Dieselbe Untersuchung brachte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hunderte zwischengespeicherte Bilder und Bildschirmaufnahmen sexuellen Kindesmissbrauchs zutage. Die Dateien befanden sich auf dem sichergestellten Handy.
Die fünf Anklagepunkte betreffen den Empfang und Besitz dieses Materials, den Besitz einer nicht registrierten zerstörerischen Vorrichtung, eine Sprengstoffdrohung gegen Menschen und Eigentum sowie eine versuchte Hassstraftat. Der letzte Punkt wirft Rose vor, mit einem Sprengsatz Körperverletzungen aufgrund geschützter Merkmale der Opfer, darunter ihrer Religion, versucht zu haben.
Die Synagogengemeinde bat um weitere Inhaftierung
Die Staatsanwaltschaft teilte dem Gericht mit, die Synagoge habe Roses Inhaftierung beantragt. Gemeindemitglieder seien besorgt darüber, was er im Fall einer Freilassung versuchen könnte. Auflagen bei einer Freilassung würden die Allgemeinheit nach Auffassung der Anklage nicht ausreichend schützen.
Das Dokument ist ein Antrag der Anklage auf Haft vor dem Prozess, kein Urteil und keine gerichtliche Haftentscheidung. Für Rose gilt die Unschuldsvermutung, solange seine Schuld nicht bewiesen ist.



