USA: Wiederaufbau Gazas dauert Jahre; Ende der Hamas-Herrschaft bleibt Ziel

Das US-Außenministerium erklärt, der Wiederaufbau Gazas werde Jahre dauern und die Umsetzung von Donald Trumps Friedensplan schwierig sein. Es bekräftigt das Ziel eines entmilitarisierten Gaza und dauerhafter Sicherheit für Israel.
Der Jahrestag bezieht sich auf den Gipfel, den Ägypten am 13. Oktober 2025 unter dem gemeinsamen Vorsitz von Trump und Präsident Abdel Fattah al-Sisi ausrichtete. Er mobilisierte internationale Unterstützung für einen Waffenruherahmen, während Regierungsführung, Sicherheit und Wiederaufbau weitere Vereinbarungen und praktische Arbeit erforderten.
Washington hält an der Entmilitarisierung fest
In einer Jubiläumserklärung, über die Ynet am 13. Oktober 2026 berichtete, sagte Außenamtssprecher Tommy Pigott, es gebe Fortschritte hin zu einem Gaza, in dem Palästinenser ohne Hamas-Herrschaft leben und Israel dauerhafte Sicherheit genießen könnten. Zugleich räumte er die Schwierigkeit und die lange Dauer des Wiederaufbaus ein.
Das ist Washingtons Bewertung seiner Politik, keine Bestätigung, dass das Gebiet bereits entmilitarisiert wäre. Die Hamas, die für den Angriff vom 7. Oktober verantwortliche Terrororganisation, steht weiter im Zentrum der offenen Frage, wer die Waffen kontrolliert und Gaza regiert.
Was der Gipfel von 2025 unterstützte
Laut ägyptischem Präsidialamt unterstützte der Gipfel die am 9. Oktober 2025 durch Vermittlung Ägyptens, der USA, Katars und der Türkei erzielte Vereinbarung. Die führenden Vertreter der Vermittlerstaaten unterzeichneten beim Gipfel eine Unterstützungserklärung. Das Abkommen und der anschließende Gipfel waren getrennte Meilensteine.
Die erste Phase brachte eine Waffenruhe ab dem 10. Oktober 2025 sowie die Freilassung von Geiseln und Gefangenen, berichtete Reuters in seinem Rückblick vom 6. Oktober 2026. Spätere Bestandteile von Trumps Plan sahen die Entwaffnung der Hamas, eine palästinensische Technokratenverwaltung unter Aufsicht eines Friedensrats und eine zeitweilige internationale Stabilisierungstruppe vor.
Der Rahmen verknüpfte diese Sicherheits- und Verwaltungsregelungen mit dem Wiederaufbau und einem schrittweisen israelischen Rückzug. Seine Ziele gingen über das Ende der Kämpfe hinaus und umfassten Institutionen, die ohne Kontrolle der Hamas arbeiten könnten.
Institutionen müssen noch handlungsfähig werden
Reuters berichtete am 6. Oktober, die Entwaffnung der Hamas, weitere israelische Rückzüge und der umfassende Wiederaufbau seien unvollendet. Die geplante Stabilisierungstruppe war noch nicht zusammengestellt, und das ernannte palästinensische Technokratenkomitee war noch nicht nach Gaza eingereist.
Diese Unterschiede sind praktisch relevant. Die Ernennung eines Komitees überträgt ihm noch keine kommunalen Dienste, und die Auswahl eines Kommandeurs bringt noch keine Truppe vor Ort. Neue Gremien auf dem Papier unterscheiden sich daher von ihrer Fähigkeit, tatsächlich Verantwortung zu übernehmen.
Die Jubiläumsbotschaft benennt das amerikanische Ziel: ziviles Leben ohne Hamas-Herrschaft bei dauerhafter Sicherheit für Israel. Die Umsetzungsfragen betreffen die Mechanismen dorthin, darunter Entwaffnung, wirksame Verwaltung und verlässliche Finanzierung.
Eine Kostenschätzung ist keine Finanzierungszusage
Eine Bewertung von Weltbank, Vereinten Nationen und Europäischer Union vom April 2026 bezifferte den Bedarf für Erholung und Wiederaufbau Gazas auf rund 71,4 Milliarden US-Dollar. Laut Weltbank deckt sie die Auswirkungen zwischen Oktober 2023 und Oktober 2025 ab und soll Prioritäten für die Erholung vorgeben.
Reuters berichtete, der Friedensrat habe im September einen ersten Wiederaufbauplan über 2,45 Milliarden Dollar vorgestellt. Dieser erste Plan ist deutlich kleiner als der geschätzte Gesamtbedarf und darf nicht als Finanzierung des gesamten Wiederaufbaus dargestellt werden.
Eine Kostenschätzung benennt voraussichtlich benötigte Ressourcen. Ein Erholungsplan setzt Prioritäten, während Finanzierungszusagen und tatsächliche Auszahlungen bestimmen, was finanziert werden kann. Diese Größen zu trennen erklärt, warum Fortschritte in der Planung mit einem Wiederaufbauzeitraum von mehreren Jahren einhergehen können.



