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USA

Trump gedenkt des 7. Oktober und reklamiert die Rückkehr der Geiseln für sich, „der Lebenden wie der Toten“

Illustration der Außenansicht des Weißen Hauses hinter seiner Rasenfläche im ruhigen Herbstlicht unter sanften Wolken.
Trump zum Jahrestag des 7. Oktober Hinweis

Donald Trump hat zum dritten Jahrestag des Hamas-Massakers eine Botschaft auf Truth Social veröffentlicht: Er ehrte die Ermordeten, verurteilte die Hamas und stellte die Rückkehr aller Geiseln als seinen Erfolg dar.

US-Präsident Donald Trump hat den dritten Jahrestag des Angriffs vom 7. Oktober mit einer Botschaft auf Truth Social begangen. Darin gedachte er der Ermordeten, verurteilte die Hamas und schrieb die Heimkehr der Geiseln seinen eigenen Bemühungen zu, „der Lebenden wie der Toten!“

Der Beitrag erschien am Mittwoch, 7. Oktober, um 17:24 Uhr Ostküstenzeit, also um 00:24 Uhr am Donnerstag, 8. Oktober, israelischer Zeit. In Washington war es noch der Nachmittag des Jahrestags; in Israel war der Gedenktag bereits vorüber. Text und Zeitstempel sind auf Trump's Truth gesichert, einer Seite, die seine Beiträge auf Truth Social archiviert.

Was die Botschaft enthielt

Trump erinnerte an die bei dem Angriff Getöteten und wandte sich an die Überlebenden und die Familien der Opfer. Er verurteilte die Hamas, die Terrororganisation hinter dem Massaker, und versprach, seinen Widerstand gegen den Terrorismus fortzusetzen.

Im Mittelpunkt standen die Geiseln. Trump stellte ihre Rückkehr als Ergebnis seiner eigenen Bemühungen dar und betonte, sie seien zurückgekehrt, „der Lebenden wie der Toten!“ Iran oder die Entwaffnung der Hamas erwähnte der Beitrag nicht.

Erster Jahrestag ohne Geiseln in Gaza

Die Botschaft fiel auf einen Jahrestag, der sich von den beiden vorherigen unterschied. Die Nachrichtenagentur AP in ihrem Bericht zum Jahrestag und CNN in einer Sendung vom 7. Oktober beschrieben ihn übereinstimmend als ersten Jahrestag des Angriffs, seit alle Geiseln, lebende wie verstorbene, zurückgebracht worden sind.

Am 7. Oktober 2023 ermordeten Hamas-Terroristen nach offiziellen israelischen Angaben rund 1.200 Menschen in Israel und verschleppten 251 in den Gazastreifen. Am ersten und zweiten Jahrestag gedachten die Familien des Tages, während ihre Angehörigen noch im Gazastreifen festgehalten wurden. In diesem Jahr, als Israel seine Gedenkveranstaltungen zum dritten Jahrestag abhielt, befand sich keine Geisel mehr in Gefangenschaft. Für die Familien war es der erste Jahrestag, an dem niemand mehr auf die Rückkehr eines Angehörigen aus Gaza wartete.

Diese Realität spiegelte Trumps Formulierung wider. Indem er Lebende und Tote nannte, erkannte seine Botschaft an, dass die Rückführung der Leichen ermordeter Geiseln ebenso Teil des Ergebnisses war wie die Freilassung derjenigen, die lebend zurückkehrten.

Gedenken und Anspruch auf Verdienst

Die Botschaft verband das Gedenken mit Trumps Darstellung seiner eigenen diplomatischen Erfolge und rückte das Schicksal der Geiseln in den Mittelpunkt seines Gedenkens. Die Verurteilung der Hamas und das Versprechen, den Terrorismus weiter zu bekämpfen, rahmten diesen Anspruch.

Die Rückkehr aller Geiseln ist durch unabhängige Berichte dokumentiert; die Aussage, seine Bemühungen hätten sie bewirkt, stammt von Trump selbst. Sein Beitrag legt nicht dar, wie viele Geiseln in welcher Phase und im Rahmen welcher Vereinbarungen zurückkamen oder welche Rolle andere Vermittler spielten, und eine vollständige öffentliche Darstellung dieser Aufgabenteilung steht noch aus.

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