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Meinung

Ilhan Omars Antwort auf die Bundesermittlungen: Schickt 5, 10 oder 20 Dollar

Redaktionelle Illustration von Ilhan Omar neben einem Telefon mit Spendenfeldern für 5, 10 und 20 Dollar und dem US-Kapitol im Hintergrund.
Spendenaufruf von Ilhan Omar Hinweis

Ilhan Omar hat angesichts der Bundesermittlungen eine Botschaft an ihre Unterstützer: Die Spenden sollen weiter fließen.

Die demokratische Kongressabgeordnete aus Minnesota bedankte sich in einem TikTok-Video bei Spendern, bat um weitere kleine Beiträge und warf der Trump-Regierung vor, sie vor den Zwischenwahlen im November einschüchtern zu wollen.

Die vorgeschlagenen Beträge waren bescheiden: 5, 10 oder 20 Dollar. Die damit verbundenen politischen Ambitionen waren erheblich größer.

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„Das Repräsentantenhaus gewinnen, den Senat gewinnen und diese Regierung zur Rechenschaft ziehen“, sagte Omar.

Für Unterstützer, die sich fragten, wie sie auf die Kontroverse um ihre Abgeordnete reagieren sollten, war die unmittelbare Anweisung einfach: zum Portemonnaie greifen.

Zurückschlagen, Spende für Spende

Das Video wurde am Dienstagabend, dem 20. Oktober, nach US-Ostküstenzeit veröffentlicht und verband Dank für bisherige Beiträge mit der Bitte um weitere finanzielle Unterstützung.

Omar beschrieb die Zeit als kostspielig und schwierig und versprach, wieder in den Wahlkampf einzusteigen. Ihre Antwort auf den Druck folgte einer vertrauten Wahlkampfformel: den Spendern danken, den Gegner benennen und die Spender erneut um Geld bitten.

Trump und seine Regierung lieferten den Gegner. Omar warf ihnen vor, sie und andere vor der Wahl einschüchtern zu wollen. Anschließend rief sie ihre Unterstützer auf, den Demokraten zu Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses zu verhelfen.

Der Appell schlug eine bequeme Brücke zwischen ihrer persönlichen politischen Bedrängnis und den landesweiten Ambitionen der Partei. Welche Fragen die Ermittler auch stellen mögen: Für die TikTok-Zuschauer lautete die Frage, wie viel sie beisteuern würden.

Eine Durchsuchung, ein Streit und ein Spendenaufruf

Das Video folgte auf die Durchsuchung von Omars Wohnsitz in Washington am 12. Oktober. Bundesbeamte beschlagnahmten ihr Telefon, und die Ermittler veranlassten Vorladungen einer Grand Jury, darunter auch für Angehörige, während die Behörden Fragen zu den Einwanderungsunterlagen ihrer Familie prüften.

Omar bestreitet jegliches Fehlverhalten. Ihre Anwälte haben die Ermittlungen und die Durchsuchung angefochten und als politisch motiviert bezeichnet. Das Justizministerium wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, die Ermittler hätten gerichtliche Anordnungen und ihre gesetzlichen Pflichten eingehalten. Trump bestritt eine Beteiligung an der Durchsuchung.

Ermittlungen beweisen keine Schuld. Ebenso wenig beweist Omars Vorwurf politischer Einschüchterung die Motive der Regierung. Für diese Fragen braucht es Belege.

Der Spendenaufruf hingegen benötigte kein derart langwieriges Verfahren. Fünf Dollar, zehn Dollar, zwanzig Dollar: Die Unterstützer bekamen ihre Auswahl sofort.

Der Wahlkampf führt zurück zum Portemonnaie

Omar benannte keinen speziellen Rechtshilfefonds und sagte auch nicht, dass mit den Spenden ihre Anwälte bezahlt würden. Ihr erklärter Appell galt dem Wahlkampf, Wahlsiegen und dem politischen Kampf gegen die Regierung.

Damit steht der Aufruf ganz in einer altbekannten politischen Tradition: eine Konfrontation zum Mobilisierungsruf machen und den Mobilisierungsruf anschließend in Spenden umwandeln.

Am Mittwoch verbreitete sich das Video weiter, als Kritiker es im Internet teilten. End Wokeness veröffentlichte Aufnahmen mit einem spöttischen Begleittext und verschaffte dem Spendenaufruf damit ein Publikum weit über die von Omar angesprochenen Unterstützer hinaus.

Ob diese Aufmerksamkeit Spenden einbringt, bleibt abzuwarten. Die Botschaft selbst war jedoch unmissverständlich: Omar will politisch zurückschlagen und wäre dankbar, wenn ihre Unterstützer die Kosten mittragen.

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