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New Yorks Finanzkontrolleur verteidigt Israel-Beziehungen trotz Verzichts auf Anleihenkäufe

Ein Finanzgebäude aus Stein und Glas steht an einem leeren Platz in der Dämmerung, seine beleuchteten Fenster spiegeln sich auf nassem Pflaster.
Finanzkontrolleur von New York, Israel-Anleihen Hinweis

Mark Levine betonte am 15. Oktober New Yorks wirtschaftliche Verbindung zu Israel, nachdem er sein Wahlversprechen zur Wiederaufnahme von Anleihenkäufen zurückgenommen hatte. Ein neuer Verkauf bestehender Bestände ist damit nicht dokumentiert.

Die letzte direkte Position, um die es geht, im Wert von rund 40 Millionen Dollar war Anfang 2023 unter Levines Vorgänger Brad Lander ausgelaufen, berichtete die Times of Israel. Levine kündigte an, ob Käufe wieder aufgenommen würden. Andere israelische Wertpapiere bilden einen davon getrennten Teil der städtischen Anlagen.

Was Levine geändert hat

Levine, Comptroller der Stadt New York, erklärte, technische und finanzielle Erwägungen verhinderten vorerst neue Käufe. Die Kehrtwende wurde am 14. Oktober bekannt. In Äußerungen, die die Times of Israel am Folgetag wiedergab, unterstrich er die Bedeutung der Beziehungen zu Israel und wies die Bezeichnung als BDS zurück.

BDS steht für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen und bezeichnet eine gegen Israel gerichtete Kampagne. Levines finanzielle Erklärung ist seine angegebene Begründung, keine unabhängig festgestellte Auflistung aller Entscheidungsfaktoren. Sein Amt gehört zur Stadtverwaltung und ist vom Comptroller des Bundesstaates New York zu unterscheiden.

Direkte Anleihen sind nicht alle Israel-Anlagen

Israel Bonds sind Schuldverschreibungen des Staates Israel, die in den USA über die Development Corporation for Israel vertrieben werden. Sie sind keine Aktien israelischer Unternehmen. Die planmäßige Rückzahlung einer fälligen Anleihe unterscheidet sich von einem Verkauf durch einen Anleger vor dem Fälligkeitstag.

Levines Büro erklärte gegenüber der New York Post, das Engagement in börsennotierten israelischen Aktien und öffentlich gehandelten festverzinslichen Wertpapieren betrage 285,42 Millionen Dollar. Dieser Betrag darf weder zu direkten Israel-Bonds-Beständen noch zu neu aus Israel abgezogenem Geld umgedeutet werden. Er betrifft andere Wertpapiere als die historische Position im Kaufstreit.

Israel News Pulse konnte die Summe nicht unabhängig mit Angaben einzelner Fonds zum gleichen Bewertungsstichtag und Kontenumfang abgleichen. Deshalb wird kein Israel-Anteil am gesamten Pensionsportfolio berechnet und direkt verwaltetes Vermögen nicht mit sämtlichen Pensionsanlagen gleichgesetzt.

Der Bürgermeister begrüßt den Schritt

Bürgermeister Zohran Mamdani, der neue Käufe ablehnte, begrüßte Levines Ankündigung. Er argumentierte, die Stadt solle für Israel keine Ausnahme machen, wenn sie keine Staatsanleihen anderer Länder kaufe. Das war seine erklärte politische Position.

Israel Bonds widersprach dem negativen Signal der Entscheidung. Sprecher Nate Miller sagte der Times of Israel, Israel habe seit 1951 sämtliche Zins- und Tilgungszahlungen geleistet, auch an die Pensionsfonds der Stadt. Die Organisation wünsche weitere Gespräche mit Levines Team.

Die Reaktionen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Mamdani begrüßt die Kaufpolitik, Israel Bonds verteidigt die Rückzahlungsgeschichte des Emittenten. Keine der beiden Reaktionen ändert die tatsächlich angekündigte Transaktion.

Was die finanzielle Prüfung benötigt

Der Vertrieb weist darauf hin, dass seine Israel-Anleihen selbst keine Bewertung von Ratingagenturen erhalten; Israels staatliche Bonitätsnoten sind eine andere Bewertung. Eine Schlagzeile über ein Rating ersetzt daher nicht die Konditionen einer bestimmten Anleihe.

Für die Anlageentscheidung müssten Laufzeiten, Liquidität, Risiken und vergleichbare Alternativen gegenübergestellt werden. Den Anleihezins mit der Jahresrendite eines gesamten gemischten Pensionsportfolios zu vergleichen, genügt nicht. Die bestätigte Änderung ist enger gefasst: Levine nimmt die versprochenen Käufe nicht wieder auf, während sein Büro andere israelische Anlagen weiterhin hält.

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