COGAT nennt Zahlen zu Lebensmitteln, Bäckereien und Preisen in Gaza

COGAT hat am 16. Oktober erklärt, seit dem Waffenstillstand vom Oktober 2025 seien mehr als 2,2 Millionen Tonnen Lebensmittel nach Gaza gelangt. Die israelische Behörde verwies auf arbeitende Bäckereien und sinkende Preise, während über die Unterbrechung kommerzieller Einfuhren gestritten wird.
Die für zivile Angelegenheiten zuständige Stelle des Verteidigungsministeriums erklärte, täglich kämen Hunderte Hilfslastwagen nach Gaza; 70 bis 80 Prozent davon transportierten Lebensmittel. Sie nannte außerdem 41 Bäckereien mit mehr als drei Millionen Pitas täglich und rund hundert aktive Küchen. Das sind Betriebsangaben von COGAT, keine Zählung der mit Nahrung versorgten Haushalte.
Was die Tonnage erfasst
Die frühere ausführliche Bewertung von COGAT vom 9. Juli erläutert die Berechnung. Vom 10. Oktober 2025 bis zum 7. Juni 2026 wurden 1.778.363 Tonnen Lebensmittel registriert: 891.637 als humanitäre Hilfe und 886.726 als privatwirtschaftliche Lieferungen.
Dem Dokument zufolge beruhen die Gewichte auf Angaben von Hilfsorganisationen und kommerziellen Lieferanten. Paletten werden gezählt und bei der Sicherheitskontrolle mit den Koordinierungsanträgen abgeglichen; nicht jede Ladung wird einzeln gewogen. Die neue Gesamtsumme beschreibt damit Lebensmittel, die über diese Wege nach Gaza gelangten, keine verzehrten Mahlzeiten.
Den Preisrückgang einordnen
Die Mitteilung vom 16. Oktober nannte zudem einen Rückgang der Lebensmittelmarktpreise um 83 Prozent. Israel News Pulse konnte weder die neuen Zahlen zu Bäckereien und Küchen noch Zeitraum und Ausgangswert dieses Preisvergleichs oder die von COGAT erwähnte Erklärung des Bäckereiverbands unabhängig prüfen.
Ein anderer Vergleich in der Bewertung vom Juli bezifferte den Lebensmittelpreisindex im Mai 2026 auf etwa 72 Prozent unter dem Stand vom September 2025. Der OCHA-Lagebericht vom 2. Oktober, veröffentlicht am 5. Oktober, meldete für September weiterhin ein Preisniveau von 204 Prozent über dem Stand vor Oktober 2023. Unterschiedliche Zeiträume und Indikatoren machen daraus verschiedene Vergleiche.
Der Streit um kommerzielle Lieferungen
COGAT erklärte, Händler hätten am 13. Oktober wegen Abgabenforderungen und Drohungen der Hamas die Koordinierung von Importen ausgesetzt. Die Behörde gab die Unterbrechung am 14. Oktober bekannt. Ihr stellvertretender Sprecher, Leutnant Daniel Kantorovich, sagte der Associated Press, Israel sei zur Koordinierung ihrer Lastwagen bereit gewesen.
Es ging unter anderem um eine Forderung von 10.000 Schekel je Lastwagen. Die Hamas bezeichnete die Zahlung als freiwillig. Nahed Sheheiber, Vorsitzender des Verbands privater Transporteure in Gaza, bestritt, dass die Händler den Stopp veranlasst hätten. Humanitäre Lieferungen liefen weiter. Sheheiber sagte Reuters, einige kommerzielle Waren gelangten weiterhin aus Ägypten nach Gaza.
Am 15. Oktober erklärte Nickolay Mladenov, Gaza-Vertreter des Friedensrats, er habe den COGAT-Brief erhalten, und verurteilte die gemeldete Nötigung von Händlern. Seine Erklärung ist eine Reaktion auf diese Darstellung, keine unabhängige Bestätigung jedes Vorfalls.
Vom Übergang zum Haushalt
OCHA bezeichnete Kerem Schalom als einzigen aktiven Frachtübergang seit der Schließung von Zikim am 24. Mai. Lieferungen werden vor der Einfahrt von Israel kontrolliert; anschließend bringen Hilfsorganisationen und kommerzielle Verteiler die Lebensmittel in ihre jeweiligen Netze. Humanitäre Lieferungen konzentrieren sich auf Grundnahrungsmittel, während kommerzielle Importe auch Obst, Milchprodukte und Fleisch liefern.
Die UN-Bewertung zur Ernährungssicherheit vom 23. Juli führte erhebliche Verbesserungen auf mehr Hilfe zurück. Zugleich schätzte sie, dass zwischen Mitte April und Juni mehr als 1,2 Millionen Menschen unter Ernährungsunsicherheit der Stufe Krise oder schlimmer litten. Für Juli bis Dezember prognostizierte sie mehr als 1,4 Millionen. Die zweite Zahl ist eine Prognose, keine Zählung vom 16. Oktober.
OCHA warnte außerdem, fehlende Mittel würden ab Oktober die Zahl gekochter Mahlzeiten und Lebensmittelpakete für Haushalte verringern. Einfuhrmengen, Marktangebot und die Beschaffungsmöglichkeiten der Familien messen unterschiedliche Schritte. COGAT will Lieferungen weiter ermöglichen; eine kontinuierliche Verteilung benötigt zugleich funktionierende Küchen, Kaufkraft und Geld für Hilfsorganisationen.



