Regev fordert nach Cockpit-Angriff auf flydubai-Flug dringende Sicherheitsmaßnahmen

Das Verkehrsministerium hat seine vorläufige Prüfung des Angriffs vom 30. September abgeschlossen, und die Ministerin hat vom Nationalen Sicherheitsrat sofortige Schritte verlangt, berichtet Ynet. Eine Überprüfung der Besatzungen 48 Stunden vor Flügen nach Israel gehört zu den diskutierten Maßnahmen.
Verkehrsministerin Miri Regev hat den Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Shmuel Ben Ezra, um sofortige Maßnahmen gebeten, um einen weiteren Angriff wie den an Bord eines flydubai-Fluges nach Israel zu verhindern, nachdem ihr Ministerium die vorläufige Prüfung des Vorfalls vom 30. September abgeschlossen hat, berichtete Ynet am 6. Oktober.
Was die Prüfung ergab
Die Untersuchung des Ministeriums ist ein Teil einer umfassenderen Ermittlung, die noch läuft. Regevs Vorstoß beim Nationalen Sicherheitsrat legt den Schwerpunkt auf Prävention jetzt, noch vor dem Abschlussbericht, und auf die Abstimmung zwischen Ministerium, Sicherheitsdiensten und den Fluggesellschaften, die Israel anfliegen.
Überprüfung ausländischer Besatzungen
Ein weiterer Bericht von Ynet über eine Knesset-Debatte beschrieb die geforderten Maßnahmen. Der Nationale Sicherheitsrat wurde gebeten, mit Mossad und Schin Bet Länder zu bestimmen, die als Hochrisikoländer gelten. Besatzungslisten von Flügen aus diesen Ländern sollen 48 Stunden vor dem Abflug nach Israel zur Sicherheitsprüfung und Freigabe vorgelegt werden.
Die Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde soll der Sicherheitsabteilung des Ministeriums zudem die Daten von Passagieren und Besatzungsmitgliedern mit Pässen aus Ländern ohne diplomatische Beziehungen zu Israel übermitteln. Das sind Schritte, die diskutiert oder gefordert werden, kein bereits laufendes System.
Der Angriff
Am 30. September stach einer der Piloten des flydubai-Fluges von Dubai nach Tel Aviv im Cockpit auf den Kapitän ein. Der Kapitän wehrte sich und öffnete die Cockpittür; Passagiere überwältigten den Angreifer und halfen, das Flugzeug zu stabilisieren, das nach Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet wurde. Die Staatsanwaltschaft der Emirate hat den Angriff als versuchten Terroranschlag eingestuft. Sechs der Passagiere erhalten am Donnerstag den Präsidentenpreis für zivilen Heldenmut.
Die strafrechtliche Ermittlung in den Emiraten und Israels Überprüfung der eigenen Verfahren sind getrennte Vorgänge. Die eine betrifft den Angreifer, die andere die Frage, wie Israel die Flüge prüft, die in Ben Gurion landen.
Was sich ändern muss
Der Mut der Passagiere rettete den Flug, beweist aber nicht, dass die Kontrollen vor dem Abflug ausreichend waren. Die Lücke, auf die die Prüfung hinweist, liegt zwischen Information und Handeln: Eine Besatzungsliste nützt nur, wenn jemand sie prüft und einen Abflug rechtzeitig stoppen kann.
Der nächste Schritt ist die Bestätigung, welche Maßnahmen beschlossen werden, welche Flüge sie betreffen und wer für die Durchsetzung verantwortlich ist. Bis dahin sollten Reisende die Berichte als Forderung nach Handeln lesen, nicht als bereits geltende Änderung.



