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Israel News Pulse

Israels Armee

Israels Armee meldet zerstörten Tunnel durch die Gelbe Linie in Gaza

Eine einzelne Arbeitslampe beleuchtet einen leeren Betongang mit feuchten grauen Wänden, der im Dunkeln verschwindet.
Gelbe Linie, Gaza Hinweis

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen etwa 1,5 Kilometer langen Tunnel verschlossen und zerstört, der den Bereich der Gelben Linie im Süden Gazas durchquerte. Die Mitteilung vom 15. Oktober nennt Räume für Terroristen der Hamas.

An dem Einsatz waren die Südbrigade der Gaza-Division und die Kampfpioniereinheit Yahalom beteiligt. Die hebräische Mitteilung ordnet die Arbeiten der Pionierführung der Division und dem Südkommando zu. Diese räumen weiterhin Terrorinfrastruktur im Bereich der im Waffenstillstand festgelegten Stationierungslinie.

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Was die Armee mitteilte

Das Militär veröffentlichte die hebräische Meldung am 15. Oktober um 12:01 Uhr und anschließend eine englische Mitteilung mit Bildmaterial. Beschrieben wird ein Verlauf innerhalb des südlichen Gazastreifens durch den Bereich der Gelben Linie, die Zonen unterschiedlicher militärischer Kontrolle trennt.

Die Einsatzangaben und Aufnahmen stammen von der israelischen Armee. Israel News Pulse konnte den genauen Zeitpunkt der Zerstörung, die Entdeckungsmethode, die Lage der Eingänge und ein vollständiges Inventar der Räume nicht unabhängig feststellen; eine öffentliche Hamas-Reaktion zu diesem konkreten Tunnel wurde nicht gefunden.

Eine Linie innerhalb Gazas

Die Gelbe Linie markiert die Stellungen, auf die sich israelische Kräfte im Rahmen der Waffenstillstandsvereinbarungen vom Oktober 2025 zurückzogen. Sie verläuft innerhalb Gazas und trennt israelische Militärstellungen von Gebieten, in denen die Hamas die Kontrolle behält. Ein Tunnel, der sie kreuzt, überschreitet deshalb nicht automatisch die Grenze des Gazastreifens nach Israel.

In einer Erläuterung vom 20. Oktober 2025 erklärte die Armee, Soldaten des Südkommandos markierten die Linie zur taktischen Orientierung. Vorgesehen waren Betonbarrieren mit 3,5 Meter hohen gelben Pfosten, üblicherweise im Abstand von etwa 200 Metern und mit Anpassungen an das Gelände.

Die Armee beschreibt ihre fortgesetzten Einsätze um die Linie als Maßnahmen gegen Bedrohungen für die stationierten Soldaten und israelische Zivilisten. Diese Stellungen erklären die Bedeutung des Tunnelverlaufs auch ohne die Behauptung, er habe eine israelische Ortschaft erreicht.

Frühere Einsätze hatten andere Umfänge

Am 25. Januar 2026 meldete die Armee, die 7. Brigade und Yahalom hätten die Zerstörung eines anderen, etwa vier Kilometer langen Tunnels im Süden Gazas abgeschlossen. Die Arbeiten hatten ungefähr ein Jahr zuvor begonnen. Laut Militär befanden sich dort unterirdische Räume und Waffen.

Eine Mitteilung vom 23. Februar beschrieb einen weiteren, etwa einen Kilometer langen Verlauf im Raum Rafah. Nach Armeeangaben wurden darin Terroristenverstecke und Waffen gefunden. Diese Funde dürfen keinem der Räume des am 15. Oktober gemeldeten Tunnels zugeschrieben werden.

In einer gesonderten Meldung über den Norden Gazas erklärte das Militär am 14. Oktober, bei viermonatigen Einsätzen der 99. Division seien rund acht Kilometer Tunnel neutralisiert worden. Die Zahlen beziehen sich auf einzelne Missionen und bilden keine vollständige Vermessung des verbliebenen Netzes in Gaza.

Warum Tunnel zum Waffenstillstandsthema gehören

Der von den USA unterstützte Plan, den der UN-Sicherheitsrat im November 2025 mit Resolution 2803 billigte, sieht die Zerstörung militärischer und terroristischer Infrastruktur vor, darunter Tunnel und Anlagen zur Waffenproduktion. Die Beseitigung unterirdischer Wege ist damit sowohl Teil der umfassenderen Entwaffnungsfrage als auch eine unmittelbare Sicherheitsaufgabe.

Die Mitteilung vom 15. Oktober benennt einen einzelnen Verlauf, den die Armee nach eigenen Angaben beseitigt hat. Sie erlaubt keine Berechnung des zerstörten Anteils am gesamten Netz, keinen Termin für den Abschluss sämtlicher Arbeiten und keine Aussage dazu, ob dieser Tunnel nach dem Waffenstillstand gebaut wurde. Für die Bewertung stehen sein Standort und der erklärte Umfang des Einsatzes zur Verfügung.

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