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Israel News Pulse

Nationale Sicherheit

Israel lässt Sicherheit ausländischer Flüge nach flydubai-Angriff überprüfen

Eine KI-generierte Illustration zeigt eine leere Passagierkabine mit Blick auf eine geschlossene Cockpittür.
flydubai-Flug Hinweis

Israel hat nach dem flydubai-Angriff eine Überprüfung der Sicherheit ausländischer Flüge angeordnet. Widersprüchliche Angaben zur Kontrolle der Besatzung werfen Fragen zur Verantwortung für den Schutz ankommender Passagiere auf.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ordnete am Sonntag, dem 4. Oktober, eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen ausländischer Fluggesellschaften mit Ziel Israel an. Der Angriff an Bord von flydubai-Flug FZ1073 hatte Fragen aufgeworfen, wie ein mutmaßlicher Terrorist ins Cockpit eines nach Israel fliegenden Flugzeugs gelangen konnte.

Der unmittelbare Streit betrifft eine entscheidende Unterscheidung: Dass Informationen Israel erreichen, beweist nicht, dass die zuständige Stelle sie erhalten, bewertet oder daraufhin eine Freigabe erteilt hat. Die am Sonntag veröffentlichten Darstellungen lassen diese Verantwortungskette ungeklärt.

Eine Besatzungsliste und widersprüchliche Darstellungen

Regionale Beamte erklärten der Associated Press, emiratische Behörden hätten Israel vor dem Flug Informationen über Passagiere und Besatzung einschließlich ihrer Staatsangehörigkeiten übermittelt. Israel habe bei keiner aufgeführten Person Einwände erhoben. AP gewährte den Beamten Anonymität, weil sie nicht befugt waren, öffentlich über die Untersuchung zu sprechen.

Das ist die Darstellung beteiligter Beamter aus der Region, kein veröffentlichter Prüfbericht über den Informationsweg. Sie benennt eine Frage für die Ermittler, klärt aber nicht, wer die Daten persönlich sah oder welche Angaben ihnen beigefügt waren.

Das Verkehrsministerium schilderte seine eigene Beteiligung anders. In einer Stellungnahme, über die die Times of Israel berichtete, erklärte es, weder die Besatzungsliste erhalten noch Zugang zu Fluglisten gehabt zu haben. flydubai habe schriftlich bestätigt, dass vorgeschriebene Besatzungsprüfungen und Nationalitätsbeschränkungen in die Einsatzplanung aufgenommen worden seien.

Demselben Bericht zufolge bestätigte die israelische Steuerbehörde Haaretz, dass ihr Zentrum für Passagierdaten die Liste erhalten habe. Ob sie anschließend beim Verkehrsministerium ankam, blieb offen. Beide Aussagen können deshalb zutreffen: Eine israelische Behörde könnte Informationen erhalten haben, die eine andere nach eigener Aussage nie sah.

Was der Kapitän schilderte

Wie viel bei diesem Verwaltungsstreit auf dem Spiel steht, zeigt der Bericht von Kapitän Smit Machchhar, den die Times of Israel am 4. Oktober veröffentlichte. Er sagte Netanyahu, Copilot Hamam al-Hammami habe ihn auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv am 30. September mehrfach von hinten geschlagen.

Machchhar schilderte, er habe zunächst einen Schaden am Flugzeug vermutet und erst dann erkannt, dass der andere Mann im Cockpit ihn angriff. Verletzt und mit eingeschränkter Sicht habe er schließlich die Cockpittür geöffnet, sodass Menschen draußen eingreifen konnten.

Die Zeitung berichtete, der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate habe einen Angriff mit der Notaxt des Cockpits beschrieben. Das Flugzeug landete im saudi-arabischen Tabuk. Diese Einzelheiten erklären, weshalb die aktuelle Untersuchung über Passagierkontrollen hinausgeht: Der Beschuldigte gehörte zur Flugbesatzung.

Wo die bisherigen Kontrollen endeten

Bei einem weiteren Briefing, über das die Times of Israel berichtete, erklärte die Sicherheitsabteilung des Verkehrsministeriums, sie verlasse sich bei Hintergrundprüfungen auf ausländische Fluggesellschaften. Ihr fehlten Personal im Ausland und die nachrichtendienstlichen Möglichkeiten, jeden ausländischen Piloten einzeln zu untersuchen.

Beamte sagten auch, sie könnten nicht angeben, wie viele Piloten aus feindlichen Staaten nach Israel geflogen seien. Verkehrsministerin Miri Regev beharrte darauf, dass Aufklärung und Bedrohungsbewertungen Aufgabe des Sicherheitsapparats seien. Das sind Erklärungen des Ministeriums, keine Feststellungen, die es entlasten oder die Haftung einer anderen Behörde begründen.

Die politische Aufgabe ist damit präziser als die Forderung nach einer unmöglichen Garantie vollkommener Sicherheit. Eine glaubwürdige Prüfung muss klären, wer die Identität von Besatzungsmitgliedern erfasst, wer Beschränkungen und Warnhinweise prüft und wer bei einem Problem einen Einsatz verhindern kann.

Nach der Prüfung sind Entscheidungen nötig

Laut Jerusalem Post wird der über den Nationalen Sicherheitsrat eingesetzte Prüfer die Sicherheitsversäumnisse untersuchen, aber keine unmittelbare Befugnis zur Änderung der Politik haben. Damit ist die Untersuchung von den Entscheidungen getrennt, die zur Umsetzung ihrer Ergebnisse nötig sind.

Die nächsten konkreten Schritte sind die Ernennung des Prüfers und die Festlegung seines Auftrags. Die Ankündigung vom 4. Oktober enthielt keinen öffentlich genannten Abschlusstermin. Zu bestimmen, wer auf die Ergebnisse reagieren muss, wird ebenso wichtig sein wie zu klären, wer vor dem Flug nicht handelte.

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